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Leben

Weltkonzern von der Amper: Die Geschichte der Firma Eon, um deren Münchner Zukunft gerade gerungen wird

von kulturvollzug am 23.08.2011

Das „harmonische Betriebsklima in der Isar-Amper-Familie“, das in der Firmengeschichte vor etwa zehn Jahren anlässlich der Gründung der Großfamilie Eon beschworen wurde, hat sich über Nacht verwandelt. Der Betriebsratsvorsitzende Roman Braun beschreibt es mit den knappen Worten „Schockstarre“ und „Frustration“. Das wird sich kaum ändern, bis vielleicht Ende Oktober endgültig darüber entschieden ist, was aus den rund 400 Mitarbeitern der Zentrale von Eon-Energie in München werden soll. Sicher ist bisher nur, dass die Düsseldorfer Konzernzentrale den Betrieb in dem schönen, großen Glasbau an der Münchner Brienner Straße 40 radikal herunterfahren will.     » weiterlesen


"Ich schau Dir in die Augen, Kleines" - Eine bemerkenswerte Ausstellung mit Portraits in Ismaning

von Achim Manthey am 22.08.2011

Emil Nolde ist vertreten, Max Pechstein ebenso oder Andy Warhol. Meist sind es jedoch die Vergesssenen, Verschollenen, die das Kallmann-Museum in der Orangerie Ismaning in der Ausstellung "Bizzare Begegnung - Bilder schauen dich an" mit Portraits aus der Sammlung Brabant zeigt.     » weiterlesen


Grant als Touristenattraktion: Matthias Kiefersauer und Volker Derlath stellen im Vereinsheim ihr Buch "Weltstadt mit Föhn" vor

von Achim Manthey am 21.08.2011

Schon klar, dass der Typ, der sich da in der Krachledernen und mit geschientem linken Bein auf die Bühne des Vereinsheims in München schleppt, Teil des Programms ist. Toby und Thomas umrahmten die Präsentation des Buches von Matthias Kiefersauer und Volker Derlath musikalisch und kündigten gleich zu Beginn an, den Abend bis zum musikalischen Niedergang zu begleiten. Nicht nur das gelang.     » weiterlesen


Weg mit dem Dreck: Ostermeier inszeniert "Maß für Maß" in Salzburg

von Gabriella Lorenz am 20.08.2011

Mit dem Kärcher wollte Nicolas Sarkozy Frankreich reinigen von gewalttätigen Randalierern. Lord Angelo erledigt das lässig mit einem Gartenschlauch. Kaum hat der Saubermann in der Lotterbude Wien die Macht übernommen, spritzt er mit Hochdruck den moralischen Dreck aus dem Guckkasten, dass die Schmutzbrühe nur so an den Goldwänden herunterrinnt.     » weiterlesen


Warum es nicht nur Fußball-Nostalgie ist, das Sechzger-Stadion zu verteidigen - Anmerkungen zu einer kulturellen Überlebensfrage

von kulturvollzug am 19.08.2011

Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße ist ein Thema, das irgendwie auch mit Fußball zu tun hat, vor allem aber mit München und mit dem Leben in München oder der Frage, wie das Leben in München sein sollte. Seit vielen Jahren wird um das alte Ding "auf Giesings Höhen" gestritten. Hier erklärt der Münchner Autor und Musiker Michael Sailer in seiner sehr besonderen Art, warum es dabei um so viel mehr als nur um eine Fußballsache geht. (gr.)     » weiterlesen


Am Anfang wars ein Zündholzschachterl - Giesinger Ausstellung dokumentiert 100 Jahre Grünwalder Stadion

von Achim Manthey am 19.08.2011

Giesinger Höhen, Sechzger Höhen und Tiefen: Eine kleine Ausstellung im Alten Giesinger Bahnhof in München zeigt die Bau- und Architekturgeschichte des Stadions an der Grünwalder Straße von 1911 bis heute.     » weiterlesen


Freitagsgedanken (Folge 5): Fenster auf, es stinkt nach Gis-Dur!

von Clara Fiedler am 19.08.2011

Es ist August, wo bleibt die Weihnachtsdeko, wo sind die Lebkuchen, verdammt, warum schmeckt das Leben noch nicht nach Zimt und Tannenharz? Okay, es ist noch etwas hin, bis man vor der Kälte draußen flieht und die Wärme im Gold der Christbaumkugeln sucht. Trotzdem, ich bin schon ganz heiß drauf, endlich wieder den Geruch dieser schon hundertmal gesungenen Lieder in der Nase zu haben.     » weiterlesen


Speicherpläne abgewehrt, und jetzt fährt auch die alte Bahn wieder - das Ilztal ist gerettet

von kulturvollzug am 18.08.2011

Ein Kahn voll junger Leute. Ihre bunten Pullis spiegeln sich im Wasser, einer zupft eine Gitarre. Ein Angler hat einen riesigen, lachsartigen Huchen an der Leine, fast nur noch hier ist dieser „König des Süßwassers“ heimisch. Fünf Kajakfahrer sind eben die glitzernden Kaskaden der Dießensteiner Leite heruntergepaddelt. Angelegt wird an der Schrottenbaumühle. Kinder spielen auf harzduftenden Baumstämme, müde Wanderer hocken beim Weißbier. Sommer-Bilder aus einer der schönsten Flusslandschaften Europas, aus dem letzten unverbauten Wildwassergebiet Ostbayerns, dem Ilztal.     » weiterlesen


Ausgerutscht im Blättergeriesel: Handkes "Immer noch Sturm" in Salzburg

von Gabriella Lorenz am 16.08.2011

Es regnet grüne Blätter. Unentwegt vier Stunden lang. Auf den Blättern am Boden rutscht  der Schauspieler Jens Harzer wiederholt artistisch-komisch aus. Ausgerutscht ist auch Peter Handke am Ende seiner Familiensaga „Immer noch Sturm“: Da muss Harzer als Autoren-Ich von Handke dessen Selbstbefragung in einer Endlos-Suada monologisieren, die das letzte Interesse an dieser fünfstündigen Uraufführung abtötet. Für die Salzburger Festspiel-Inszenierung von Dimiter Gotscheff auf der Perner-Insel gab dennoch großen Applaus für die Schauspieler und auch für den 68-jährigen Handke, der linkisch ins Publikum zurückwinkte.     » weiterlesen


Gedächtnis aufgefrischt - Geschichtspfad zeigt Münchens meist unbekannte Gedenkorte

von kulturvollzug am 14.08.2011

Die Ewige Flamme flackert in einem kerkerartigen Kubus, sechs Meter über dem grünen, immerhin gepflegten Rondell. Rundum braust auf mehreren Spuren der Verkehr. Die Fußgänger bleiben auf Distanz. Kein Pfad führt hin, kein Wegweiser zeigt hin zu Münchens zentralem Gedenkort für die Opfer jener deutschen Diktatur, die schräg gegenüber, wo heute die Glasfassaden der (angeschlagenen) Bayerische Landesbank glänzen, ihre erste Terror-Zentrale hatte.     » weiterlesen


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