Leben
Berlin verstehen: Der neue Katalog zum Werk des Malers Rainer Fetting
Es ist nun einige Monate her, dass der Maler und ewige „junge Wilde“ Rainer Fetting im Interview mit dem Kulturvollzug folgenden Satz zur aktuellen kreativen Kompetenz der Hauptstadt gesagt hat: „Wenn ich das mal mit München oder Köln vergleiche – also da möcht' ich wirklich nicht freiwillig weg aus Berlin. Vor allem für Künstler und kreative Leute ist Berlin, damals wie heute, die wichtigste Stadt in Deutschland. In dieser Hinsicht hat die Stadt eine ähnliche Tradition in Deutschland wie New York für die USA.“ Fetting stellte damals in der Münchner Galerie Karl Pfefferle aus – inzwischen » weiterlesen
Appetit kommt und vergeht - In Dachau beschäftigen sich zwei Ausstellungen mit dem Thema Essen und Kunst
Essen und Trinken sind seit jeher wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kultur. Kein Wunder also, dass sich auch die bildende Kunst dieses Themas immer wieder intensiv angenommen hat. Im Rahmen der Reihe Essen + Trinken der Arbeitsgemeinschaft Landpartie - Museen rund um München 2011 zeigen zwei Ausstellungen in Dachau ganz unterschiedliche Ansätze der künstlerischen Umsetzung. » weiterlesen
Heiße Ware - das tims in Augsburg zeigt, was drunter und drüber anregt, aufregt, abturnt
Nackte Haut will zunächst verhüllt sein. Was durfte und darf wann gezeigt werden? Was war und ist drunter zu erwarten? Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg, kurz tim, enthüllt das in der Ausstellung "Reiz und Scham - Kleider, Körper & Dessous". » weiterlesen
Gastrokritik zum Goldenen Kalb: Gegrillt am Katzentisch
Es muss da ein Geheimnis geben: Selten hat ein neues Lokal einen solchen Raketenstart hinbekommen wie das Goldene Kalb am Viktualienmarkt. Der Grillfleisch-Tempel in den Räumen der früheren Schickimicki-Zentrale Kay's Bistro ist sowas von angesagt, dass es unheimlich wird; die Facebook-Seite ist gespickt mit Jubel-Einzeilern, die sich keine Werbeagentur schöner hätte ausdenken können. Die Betreiber definieren ihren Anspruch so: „Gehoben, aber lässig“, „kein Schickimicki“, „ehrliches Preis-Leistungs-Verhältnis“. Zu letzterem fällt zunächst auf, dass » weiterlesen
Klangfest I: Kostenlos bis zur Erschöpfung - tolle Sache
Das zweite Klangfest im Gasteig bot einen spannenden Überblick über die Szene ambitionierter Musikverlage, sogenannte Labels, in München, in der Region und darüber hinaus. Kulturreferent Küppers, der mit seiner Behörde als einer der beiden Träger für das Klangfest zeichnete, begrüßte. Er beschwor augenzwinkernd » weiterlesen
Krach im Dunkeln, konzertant und kläglich: Die Oper "Intermezzo" beim Strauss-Festival in Garmisch
Sie war sich nicht zu schade, als Stichwortgeberin für den korrekten Ablauf zu sorgen: Abwechselnd auf wienerisch oder sächselnd ließ sich Brigitte Fassbaender, die Chefin des Garmischer Richard-Strauss-Festivals, in diversen Sprechrollen vernehmen, als Kind, Köchin oder Dienstmädchen, immer mit einem ironischen Lächeln auf den Lippen. Und das tat gut. Denn „Intermezzo“, die „bürgerliche Komödie mit sinfonischen Zwischenspielen“ von Richard Strauss hat zusätzliche Muntermacher dringend nötig. » weiterlesen
Was macht Petrenko? - Naganos Nachfolger unter Beobachtung in Lyon
Eine riesige Weltkugel – je nach Bedarf auch als Mond zu erkennen – baumelt bedrohlich über dem Schiff, das sich mit den wichtigsten Protagonisten der Oper der Küste Cornwalls nähert. Im zweiten Akt füllt dieser Ball, in der Mitte aufgeschnitten wie eine Kokosnuss, den gesamten Bühnenraum. Er bietet dem liebenden Paar den dringend benötigten Unterschlupf. Video-Projektionen sorgen für die erforderliche Atmosphäre: Winterwald, Feuerzauber und Wolkentürme symbolisieren die extremen Gefühlswelten, die Wagner sich für „Tristan und Isolde“ ausgedacht hat. » weiterlesen
Nische für die Veteranen des spontanen Blechs: Das Import-Export ist alt-neu
Erst vor einem Monat war, ganz gemäß Ansage, Schluss gewesen im Bahnhofsviertel. Doch vor wenigen Tagen verkündeten Tuncay Acar und Michael Schild vom „Import-Export“ die frohe Botschaft, dass es weitergehen könne. Der west-östliche Divan an der Goethestraße ist also wieder frei für Besetzungen jeglicher kreativen Art. » weiterlesen
Eine Weltreichshauptstadt mit Riesenkuppel
Was, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? Eine Doppelausstellung in Nürnberg dokumentiert derzeit die größenwahnsinnigen Pläne der Nazis für Berlin, das als neue Reichswelthauptstadt "Germania" heißen sollte, und für die "Tempelstadt Nürnberg". » weiterlesen
Salonlöwen an Nischentischen: Zum Salon "m'unique" im Café Luitpold
Jahrzehntelang war das Münchner Entertainmentsbuffet zwischen Pappbecherbier und Aperol Sprizz, mit Kabarettbühnen und Hallenkultur und `Location divers´ bestens angerichtet. Gleichzeitig funktionierte die Fluktuation zwischen diesen Welten: Spaß- und Spießbürger, Hard Rock-Kutte, Flaneur und Emo-Kid begegneten sich bei Comedians, Indie-Rock und bayrischem Kabarett. » weiterlesen

