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Freigang

„Papst klingt ganz schön, aber es ist eben doch nur ein Stellvertreter-Job“

von kulturvollzug am 03.12.2010

Sechs Bewerber durften sich im Finale um das Passauer Scharfrichterbeil streiten. Gewonnen haben ein rasta-zöpfiger Liedermacher, eine glamouröse Transe und ein buckliges Monster...     » weiterlesen


Der Einhorn-Flüsterer: André Heller präsentiert in Wien seine im nächsten Jahr anlaufende Show „Magnifico“ - es ist ein Neuanfang nach dem Welterfolg von „Afrika! Afrika!“

von Michael Grill am 25.11.2010

Es riecht etwas streng nach Räucherstäbchen in dem prunkvollen Palais in der Wiener Renngasse im 1.Bezirk. Die Räume sind bis zu sechs Meter hoch. Auf dem Tisch wölbt sich der Bugsteven eines Fischerbootes aus dem Indischen Ozean, vor einem Spiegel steht ein Grabwächter aus Indonesien, an der Wand hängen ein Ölbild von Georges Braque und ein Scherenschnitt von David Hockney. Ein Palast der Phanstasie, über und über voll mit Kunst und Erinnerungsstücken. Der Hausherr sitzt auf einem weißen Kanapee, trägt buntes Halstuch, schwarzes Jackett und Lederhose, die steingrauen Schneckerl-Locken liegen auf dem Kopf wie für eine antike Büste gemeißelt. „Es sind schöne Räume, die einen auch beschützen“, sagt André Heller. Er will über seine neue Show sprechen, die erste große seit dem Welterfolg „Afrika! Afrika!“ von 2005, und dafür öffnet er diesmal sogar die Tür zu seinen Privatgemächern.     » weiterlesen


„Eisenstein almost lived here“

von kulturvollzug am 14.11.2010

Ein Besuch beim internationalen Studentenfestival der Moskauer Filmhochschule VGIK. Unser Autor reiste als Laiendarsteller mit einer Theatergruppe der LMU nach Russland. Im Gepäck: 14 Quadratmeter Kunstrasen, sechs Neonröhren und eine antike Fiberglasbüste.     » weiterlesen


Wider das Vergessen 2

von Achim Manthey am 09.11.2010

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 begann mit den  Novemberprogromen, auch bekannt als "Reichskristallnacht", nach der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung die offene Verfolgung der Juden in der Diktatur der Nationalsozialisten in Deutschland.     » weiterlesen


Holz drei - "Wehrlos" Andreas Kuhnlein 2001

von Achim Manthey am 26.10.2010

              "Wehrlos" Andreas Kuhnlein 2001 (Foto: Achim Manthey) Umgeben von Birken, eingepfanzt mitten in das Schilf,  befindet sich am Chiemseeufer zwischen Rimsting/Schafwaschen und dem Gut Sassau diese Skulptur aus Holz, geschaffen von dem Bildhauer Andreas Kuhnlein, gewidmet allem Wehrlosen von Hans Schaffner 2004, wie der Betrachter einer dort angebrachten Tafel entnehmen kann. Andreas Kuhnlein, 1953 in Unterwössen im Chiemgau geboren, zählt zu den bedeutendsten deutschen Holzbildhauern der Gegenwart. Nicht Hohleisen, Klöpfel und Schnitzmesser sind seine Werkzeuge, sondern er bearbeitet Baumstämme, meist von Ulme und Eiche, mit Motorsäge, Flammenwerfer und Schweißgerät, wobei er dem, "seinem" Holz gleichwohl seine natürlichen Strukturen belässt. So entstehen, wie er es selbst ausdrückt, " kräftige und bewusst auch ruppig gestaltete" Menschenbilder, Unikate allesamt. In den zerklüfteten Holzskulpturen spiegeln sich für den Betrachter alle Brüche des menschlichen Lebens, die Freuden, Schmerzen, Hoffnungen, die Verlassenheit und Nähe wider. Die hier gezeigte Skulptur zeigt den in seiner Wehrlosigkeit niedergeschlagenen, verzweifelten Menschen, den Kopf tief zwischen die Schultern gezogen, ohne Blick für See und Bergkette. Völlige Resignation. Und sie mahnt den Betrachter, sich gerade dieser Mitmenschen anzunehmen. Ein überraschendes Zeichen in der harmonischen Chiemseelandschaft. Der Standort der Skulptur "Wehrlos" ist auf dem Chiemseerundweg am östlichen Chiemseeufer nur per pedes oder Fahrrad zu erreichen. Parkmöglichkeiten in Schafwaschen oder auf dem Parkplatz vor der Zufahrt zum Gut Sassau.     » weiterlesen


Verlagsadel und geduldete Hofnarren: Impressionen von der Frankfurter Buchmesse

von Florian Haamann am 12.10.2010

In Frankfurt herrscht wieder Ruhe zwischen Messeturm und Europa-Allee. Die Buchmesse hat ihre Tore geschlossen, mehr als 7500 Aussteller hatten sich den Besuchern präsentiert. War da was?     » weiterlesen


Vorübergehend in Untermenzing: Die Galerie ohne festen Wohnsitz bespielt ein Bauernhaus

von Achim Manthey am 09.10.2010

Last-Minute-Tipp für einen Sonntagsausflug aufs Land, bei dem man die Stadt nicht verlassen muss.     » weiterlesen


Nur ein Audioguide mit Webseite zu Münchens NS-Geschichte oder doch mehr? Zur Diskussion um Michaela Meliáns Memory Loops

von Michael Grill am 28.09.2010

Um es zynisch zu sagen: Gedenken hat endlich Konjunktur in München. Nach Jahrzehnten des Verdrängens arbeitet die ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ ihre braune Vergangenheit auf. Der Platz der Opfer des Nationalsozialismus wird neu gestaltet, das zentrale NS-Dokumentationszentrum ist kurz vor Baubeginn. Und ab sofort hat auch der virtuelle Raum ein Eckchen des Erinnerns: Die Memory Loops der Künstlerin Michaela Melián. So eine Gedenkstätte gab es noch nie. Aber ist sie deshalb besser als alle anderen?     » weiterlesen


E-Harfe rockt

von Achim Manthey am 18.09.2010

MarieMarie die Kranhalle gerockt - und wie. Hammerkonzert! Hingehen, hingehen. Nächste Chance am 7.10.2010 im Mana in Ingolstadt, am 29.10.2010 im Hempels in Augsburg, am 13.11.2010 im Stoa in München, am 20.1.2011 in der Glockenbachwerkstatt in München.     » weiterlesen


Säuselboys out of Rosenheim: La Brass Bandas Oliver Wrage veröffentlicht den Sound seiner Jugend

von Michael Grill am 15.09.2010

Bei vielem, das man in der Jugend tut, erkennt man erst später, wie wichtig es war. So muss es auch Oliver Wrage, Bassist der Chiemgauer Überflieger La Brass Banda, und Hannes Hajdukiewicz, Komponist und Arrangeur („Sabsette“), gegangen sein. Vor gut zehn Jahren waren beide noch in Rosenheim - und bei Hannes wurde Musik gemacht. Es gab keine Band, es gab nur jede Menge Leute, die vorbeikamen mit einem Text oder einem Instrument.     » weiterlesen


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