Die Sammlung Klüser in den PinakothekenEvolution in fünf Jahrhunderten
Bernd Klüser hat Joseph Beuys nach München gebracht. Noch als Jurastudent war er selbst so begeistert vor dessen Kunst gestanden, dass er das Metier wechselte – und Verleger und Galerist wurde. Und kaum einer kann über das Werk des Düsseldorfer Schamanen so authentisch, kenntnisreich und mit heiligem Ernst sprechen wie Klüser, der seine Münchner Galerie 1978 gründete. Seit über vierzig Jahren sammeln Bernd und seine Frau Verena Klüser selbst Kunst - beileibe aber nicht nur Beuys. » weiterlesen
Sibylle Berg liest im VolkstheaterSozialer Realismus in schrillem Kostüm
Katja Riemann, Sibylle Berg und Sebastian Schwab sitzen ganz in schwarz auf einer schwarzen Bühne, die mit Unmengen von bunten Plastikblumen beklebt ist, und stellen ein Buch vor, das genauso ist wie diese Bühne: tiefschwarz und doch bunt in seinen zynisch-skurrilen Spitzen. Die Autorin und die beiden Schauspieler lesen im Münchner Volkstheater aus Sibylle Bergs neuem Roman „Vielen Dank für das Leben“. In dem Buch treibt Berg einen Zwitter, der in den 1960er Jahren in der DDR geboren wird, durch mehrere Jahrzehnte trister deutscher Geschichte. » weiterlesen
Der letzte Gast
Wie im richtigen Leben
Werkeln im KunstbauKunst in Arbeit - Restauratoren, Konservatoren und Kuratoren im Keller
„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ - und am Ende steht eine saure Gurke. Das Lenbachhaus führt jetzt vor, was dieser vielzitierte Karl-Valentin-Seufzer bedeutet. Weil die einstige Künstlervilla noch Baustelle im Endspurt ist und erst im Mai wiedereröffnet wird, kann man jetzt im Königsplatz-Zwischengeschoss den Museumsleuten bei der Arbeit zuschauen: Der Kunstbau wurde zum „Laboratorium“, die wichtigsten Werkstätten und der Shop wurden unter die Erde verlegt. » weiterlesen
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel-aber welches da?
Anton Prestele mit neuem Werk im TamSVom Birnbaum des Lebens und des Sterbens
Da liegen sie in ihren Krankenbetten, zwei todgeweihte Krebspatienten. Der eine von Kopf bis Fuß weißbandagiert mit roter Nase, der andere distinguiert im dunklen Pyjama. Und sie reden ebenso valentinesk wie ernsthaft über ihre nahes Ende. Neben ihnen wächst ein Birnbaum, gelegentlich kommt ein Pärchen vorbei und singt "Drunt in der greana Au steht a Birnbaum so blau, juchhe". Zwischen absurder Komik und zarter Tragik bewegt sich das neue Opus "Birnbaum so blau juchhe" von Anton Prestele, dessen Uraufführung der Komponist, Autor und Regisseur im TamS inszenierte. » weiterlesen
Mehr als 99 Luftballons
Why? im FeierwerkMerkwürdig gut
Irgendwie müde sehen sie aus. Und klar, Yoni Wolf, der Sänger von Why? hat immer traurige Augen, aber heute wirkt er so, als wäre er eher aus Versehen und nicht so richtig gern auf der Bühne. Den Blick starr geradeaus gerichtet, die Kommunikation mit dem Publikum beschränkt sich auf ein artiges "Thank you!" nach jedem Lied. Das Publikum ist deshalb eher verhalten, in freudiger Erwartung zwar, aber irgendwie irritiert, wer löst denn jetzt endlich mal die Handbremse? » weiterlesen
Bärtchen mit Charakter
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