Elfriede Jelineks "FaustIn and out" von Johan Simons am CuvilléstheaterVom Sinn des Lebens im Fritzl-Keller
Eine großartige Aufführung. Zwei Stunden konzentriertes Sprechtheater, bravourös zelebriert von Birgit Minichmayr und Oliver Nägele. Beide wurden im Cuvilliéstheater mit langem Applaus gefeiert, ebenso wie der Regisseur Johan Simons. Aber auch ein Brocken, an dem man würgt. Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek arbeitet in „FaustIn and out“ ihre feministische Erregungs- und Schreibwut an dem monströsen Missbrauchsfall Fritzl ab, der 2008 aus einem Kellerverlies ans Tageslicht kam. Und sucht Parallelen zu Goethes „Faust“, dessen Resi-Inszenierung von Martin Kusej als Spielplan-Schwerpunkt derzeit viele „Faust“-bezogene Produktionen flankieren. » weiterlesen
Rossinis "Guillaume Tell" erste Premiere bei den OpernfestspielenAufs Denkmal geschossen, aber nur den Apfel getroffen
Das Ereignis fand 24 Stunden vorher statt. Anna Netrebko sang die Lady Macbeth in Martin Kusejs viel gescholtener Verdi-Inszenierung aus dem Jahr 2008, mit der Nikolaus Bachlers Staatsopern-Intendanz begann - inklusive nackter Männer, die von der Decke baumeln und urinierender Statisten. Sie wurde frenetisch gefeiert. Verglichen damit fiel der Beifall nach der ersten Premiere der Münchner Opernfestspiele geradezu gesittet aus. » weiterlesen
Schland im WM-Taumel (Folge 4)
Zeit wird's
Schland im WM-Taumel (Folge 3)
Auf den Spuren der Münchner Bohème des 19. Jahrhunderts im IsartalWo nicht nur der Buchenwald auf den blonden Liebling wartete
Einen Blick in das „Liebesnest der Weltliteratur“ will eine Ausstellung bieten, die am 27. Juni 2014 im Hollerhaus von Irschenhausen unter dem Titel „Heimweh nach draußen“ eröffnet wird. Die anzüglich-anspruchsvolle Bezeichnung gilt einer Reihe von Schriftstellern und Künstlern, die seit Ende des 19. Jahrhunderts im Isartal südlich von München, im heutigen Landkreis Wolfratshausen, einen Ableger der Schwabinger Bohème gegründet hatten. Eine Tradition, die wenig bekannt ist und nun neu belebt wird, nicht zuletzt durch einen rührigen Kulturverein im Bauerndörfchen Irschenhausen. » weiterlesen
Schland im WM-Taumel (Folge 2)
Horst Haitzinger feiert GeburtstagZauberer des Zuspitzens und unermüdlicher Karikaturist
Am 19. Juni wurde Horst Haitzinger 75 Jahre alt. „Sie sind zweifellos einer der unermüdlichsten Karikaturisten Deutschlands“, gratulierte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Haitzinger kommentiere das Zeitgeschehen schon so lange, dass man sich viele Publikationsorgane ohne seine Zeichnungen gar nicht mehr vorstellen könne. Unser Autor Karl Stankiewitz erinnert sich an seine Zeit dem Geburtstagskind. » weiterlesen
Schland im WM-Taumel (Folge 1)
"Le Sacre du Printemps" in der ReithalleMenschlich schön in den Tod
Die Reithalle ist für den Tanz eingeweiht! Zum zweiten Mal nach dem "Triadischen Ballett" zeigte das Bayerische Staatsballett nun ein Stück deutsche Tanzgeschichte, das ideal in den hohen, dunklen Raum passt: Mary Wigmans "Le Sacre du Printemps" geht mit dem Thema Menschenopfer ein wenig zu begeistert um, ist aber ein Meilenstein des Ausdruckstanzes. Zum Glück wiegt die Rekonstruktion von Henrietta Horn das Zweifelhafte mit Psychologischem auf. » weiterlesen






