Archiv

"Niemandsland" von Dries VerhoevenMit den Kammerspielen zum Betroffensein ins Bahnhofsviertel

von Gabriella Lorenz am 13.06.2014

Wo ist Niemandsland? Da, wo Flüchtlinge in einem fremden Land ankommen und nicht heimisch werden dürfen, weil die deutsche Bürokratie sie jahrelang in Asylantenheime einsperrt und ihnen die Integration in den Alltag verwehrt. Das ist nicht die Meile südlich des Hauptbahnhofs, auf der man im neuen Stadtraum-Projekt „Niemandsland“ der Kammerspiele mit Kopfhörer einem Guide hinterher trottet.     » weiterlesen


Gespräch zu Lea Ralfs' "Ludwig II - Eine musikalische Utopie" im VolkstheaterMit dem Kini im Nirvana

von Gabriella Lorenz am 12.06.2014

Was verbindet König Ludwig mit Kurt Cobain? Eine ganze Menge, findet Lea Ralfs. Sie inszeniert im Volkstheater den Liederabend „Ludwig II – Eine musikalische Utopie“. Die Utopie haben sich Ralfs, ihre Co-Regisseurinnen Charlotte Oeken und Marie Jaksch sowie der  musikalische Leiter Michael Gumpinger (32) ausgedacht. Auch der Schauspieler Max Wagner gehöre eigentlich zum Regieteam, sagt Ralfs (26), die nach fünf Jahren Regieassistenz am Deutschen Theater Berlin und in Basel jetzt in Hamburg Regie studiert.     » weiterlesen


"musica viva" mit Werken von Tom Johnson, Nico Richter de Vroe und Klaus LangFuji-Realitäten, Bonbonträume, französische DDR und BR-Klassik-Rettung

von Alexander Strauch am 11.06.2014

„Munich Rhythms“ - das Klappern der Züge über die Isarstahlbrücke, FC Bayern-Sprechchöre, plätschernde Fischtreppen am Flaucher, das Rumpeln der U-Bahnwaggons aus den frühen 70er Jahren, Skateboardwippen auf der Nationaltheaterfreitreppe? Ist es die Crossover-Version von Richard Strauss' München Walzer?      » weiterlesen


Zur Ausstellung "Playtime" im KunstbauLeben wird Arbeit wird Kunst wird Leben

von Barbara Teichelmann am 11.06.2014

Wer keine Arbeit hat, hat und ist ein Problem. Nicht nur, weil er sich je nach Vermögenslage nicht mehr ernähren, kleiden und unterbringen kann, sondern vor allem, weil er außen vor ist. Arbeit ist gleich Identität. Wer nichts leistet, hat kein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe oder Anerkennung. Die Ausstellung "Playtime" im Kunstbau fragt, was Arbeit mit uns macht, was die Kunst mit der Arbeit macht. Und ob Kunst überhaupt Arbeit ist.     » weiterlesen


So war das Klangfest 2014 im GasteigHalluzinationen von einem Babbel beim Wildern

von Michael Wüst am 10.06.2014

Greatest Hitz beim Klangfest im Gasteig! Heuer spielte nämlich sogar das Wetter mit. Neben 32 Bands auf vier Bühnen in drei gut klimatisierten Sälen und auf einer Open Air Stage, die wie ein riesiges Ei in der prallen Sonne brütete. Die ersten Gruppen gab man sich dort zunächst eher aus dem Schatten der etwas entfernteren Sonnenschirme, das kreislaufstützende Getränk in sicherer Nähe. Später, mit Einsetzen der Dämmerung wurde draußen dafür umso ausgelassener gefeiert.     » weiterlesen


Premiere von "La Cenerentola" bei den Salzburger PfingstfestspielenÄltliches Mädchen mit Selbstbewusstsein und Optimismus

von Volker Boser am 09.06.2014

Der Jubel ist selbst für Salzburger Verhältnisse ungewöhnlich Und als dann alle im "Haus für Mozart" das "Happy Birthday" auf Cecilia Bartoli anstimmen, die am Tag zuvor Geburtstag hatte, ist das so, als wolle man gemeinsam demonstrieren, wie sehr diese verschworene Pfingstgemeinde zusammen hält: an guten wie an schlechten Abenden.     » weiterlesen


Martin Kušejs "Faust" am ResidenztheaterGretchen kaputt, Welt kaputt

von Gabriella Lorenz am 08.06.2014

Das berühmte „Habe nun, ach“ fällt nicht. Werner Wölbern fragt als Erstes: „Ist das der Weisheit letzter Schluss?“ Das fragt man sich auch für den Rest der gut dreistündigen „Faust“-Aufführung, die Martin Kušej im Residenztheater inszenierte. Er hat das Goethe-Drama in ein düsteres, brutales Heute versetzt und den deutschesten aller deutschen Theaterklassiker so umgestellt, dass man ihn zunächst fast nicht wiedererkennt. Er hat ihn in Puzzleteile aufgelöst, die sich aber auch im zweiten Teil nicht zum Bild fügen. Am Ende Jubel vor allem für Bibiana Beglau als androgyner Verführer Mephisto und Wölberns Durchschnitts-Faust sowie einige Buhs für den Regisseur.     » weiterlesen


Interview mit Brigitte von Welser zum Klangfest 2014"Es gibt hier etwas für alle, auch ohne Eintrittskarte"

von Michael Grill am 07.06.2014

Und schon ist es eine Institution: Das 5. Klangfest im Gasteig wird wohl trotz Sommerausbruchs am Samstag (7.6.2014) wieder mehr als 10.000 Besucher anziehen. Organisiert vom Produzenten-Verband VUT werden sich rund 30 regionale Bands und Musikfirmen aller Stilrichtungen bei freiem Eintritt in den Sälen, Foyers und auf einer Open-air-Bühne präsentieren. Gastgeberin des bunten Festivals ist Gasteig-Geschäftsführerin Brigitte von Welser. Im Interview erklärt sie, was Imageveranstaltungen sind, wie die Konzertsaal-Debatte des Gasteig beeinflusst, und wie ihre eigene Zukunft aussieht.     » weiterlesen


Interview mit dem Resi-Faust Werner Wölbern"Die ewige Suche - da ist er uns ganz nah"

von Gabriella Lorenz am 05.06.2014

Mit Goethes „Faust“ begann Werner Wölbern seine Bühnenlaufbahn: Bei der Aufnahmeprüfung an der Folkwang-Schauspielschule sprach er daraus vor. Aber nicht den berühmten Faust-Monolog „Habe nun, ach…“, sondern einen Mephisto-Text. „Die Bösen interessieren einen mit 20 einfach mehr“, schmunzelt der 53-Jährige. Intendant Martin Kusej holte Werner Wölbern 2011 als Gast ans Resi – mit seiner Burgtheater-Inszenierung „Der Weibsteufel“. Jetzt muss Werner Wölbern die Seiten wechseln: Kusej inszeniert „Faust“ und Wölbern spielt die Titelrolle. In München hat zuletzt Dieter Dorn 1987 an den Kammerspielen diesen Inbegriff deutscher Dramatik grandios mit Helmut Griem auf die Bühne gebracht. Auf der heutigen Premiere (5.6.14) im Residenztheater lastet also großer Erwartungsdruck. Dafür wirkt Werner Wölbern im Gespräch ziemlich entspannt, obwohl er gerade erst vom Flieger aus Hamburg kommt, wo er mit seiner Familie lebt.     » weiterlesen


Das "Triadische Ballett" in der ReithalleFunkelnde Ode an die Form

von Isabel Winklbauer am 05.06.2014

Den Tanz einmal als Diener der Architektur zu sehen, ist erhellend: „Das Triadische Ballett“ des Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer beweist, dass die Faszination des 1920er-Stils einem lebendigen Gleichgewicht der Formen entspringt. Für die Junior Company des Bayerischen Staatsballetts waren vor allem die schweren Kostüme eine Herausforderung.     » weiterlesen


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