Bühnen
Dritte Biennale-Premiere in der MuffathalleUniversen gehen schwanger und gebären absurde Bedeutung
Musik als Selbst- und zur Grenzerfahrung: Die Uraufführung von "Wasser", einem experimentellen Musikstück des Heidelberger Komponisten Arnulf Herrmann, gerät zum surrealen Traum. Es geht um die totale Aufhebung von Zeit, Ort, Raum und Person. Und David Lynch steht auch irgendwie Pate. Geheimnisvoll ist das, dunkel, anziehend, abstoßend und großartig. Der Komponist und Autor Moritz Eggert war da, hat sich in das tönende Dunkel fallen lassen und seine persönliche Grenzerfahrung mitgebracht. » weiterlesen
Uraufführung auf der BiennaleKosmische Kakerlaken
Bei der diesjährigen Münchener Musiktheaterbiennale fällt beim Programm eine große Zuwendung zur so genannten Münchener "freien Szene" auf – sicherlich gab es noch nie so viele begleitende Projekte, als hors d'ouevre zum Hauptoperngang. Ein Vater-Sohn Besuch bei einer Uraufführung. » weiterlesen
Faustmarathon in der ReithalleIm Jagdgalopp durch das Faust-Doppelpack
Ach, wie viele „Fäuste“ haben wir schon gesehen! Aber fast immer nur Teil I mit der Gretchen-Tragödie. An Goethes komplettes Monumentalwerk „Faust I und II“ im Doppelpack wagt sich kaum einer. Peter Stein legte im Jahr 2000 mit seiner ungekürzten Mammut-Inszenierung die Rekordlatte auf 20 Stunden Spieldauer. Nicolas Stemann brachte es letztes Jahr immerhin auf acht Stunden. Dass es auch in gut zweieinhalb Stunden (inklusive Pause) geht, beweist der Regisseur Ioan C. Toma mit seiner freien Produktion „Faust, die Frauen und das Wasser“ in der Reithalle. » weiterlesen
Münchner Biennale im GasteigBeklemmend eigenartig
Halbzeit in der Reihe der Biennale-Kurzevents. Bei "Nucleus 6" im Foyer des Gasteig performierten ein weißer Butoh-Body und ein weltenirrender Sänger zur Musik von Nikolaus Brass.
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Mama Dolorosa auf der BiennaleAch neige, du Schmerzensreiche…
...so wird bestimmt noch die eine oder andere Kritik zu “Mama Dolorosa” überschrieben sein, der zweiten großen Oper der diesjährigen Münchener Biennale, die am Samstag ihre Uraufführung im Carl-Orff-Saal des Gasteigs in München erlebte. Geht es in Wirklichkeit um das Orchestersterben? Um das Ende von Kultur? - Es ist auf jeden Fall spannender als ein "Ring des Nibelungen". » weiterlesen
„Ritter Blaubart“ im Theater AugsburgEin verrückter Ritter und ein Schwächeanfall
Viel Aufregung bei der Premiere von Rezniceks Oper „Ritter Blaubart“ im Theater Augsburg: Zehn Minuten vor Schluss brach Dirigent Dirk Kaftan am Pult zusammen. Intendantin Juliane Votteler reagierte am schnellsten. Sie bat das Publikum, sitzen zu bleiben und abzuwarten. Nach einer Viertelstunde dann die Entwarnung: es sei „nur“ ein Schwächeanfall gewesen, offenbar ausgelöst durch eine Virusinfektion. Solorepetitor Samuele Sgambaro dirigierte das Stück zu Ende. » weiterlesen
Kabarett im FraunhoferHolger Paetz im Zug nach Nirgendwo
Er wurde vom Kontrolleur aus dem Zug geschmissen, weil - ja, das verrät Holger Paetz erst gegen Ende seines neuen Programms „Ganz fest loslassen“. Jetzt steht er mit Rucksack und Gitarre in der Pampa, wo ICEs nicht halten. Was ihm eigentlich wurscht ist. Er will eh abhauen, egal wohin, alles hinter sich lassen. Die Schwierigkeiten und Zwickmühlen dabei füllen zwei unterhaltsame Kabarettstunden im Fraunhofer-Theater. » weiterlesen
"Nucleus" bei der Münchner BiennaleWenn das C fünf Minuten gehalten wird und Töne im mittleren Alt wiehern
Acht zehnminütige Uraufführungen, oder wie es hülsenfruchtig im Begleitheft heißt: „Acht Kernsätze im musiktheatralen Vorfeld“. Man wollte also nachforschen, bei der Münchner Biennale, ob es eine Quintessenz der Oper gibt? Das kann doch eigentlich gar nicht danebengehen: Ist keine Quintessenz aufzufinden, gibt es eben keine. Quod erat demonstrandum: So ist das bei den kulturellen Quintessenzenzirkeln. Ein kleiner Rück- und Ausblick. » weiterlesen
Augsburger Puppenkiste vor TV-ComebackAuch der Seehofer-Zwerg wartet auf das neue Lummerland
Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will die Augsburger Puppenkiste wieder im TV sehen. Und BR-Intendant Ulrich Wilhelm lässt neue Formate mit den kultigen Figuren prüfen. Theater-Chef Klaus Marschall freut sich und erklärt, dass er bereits „viele verschiedene Ideen“ für etwas ganz Neues habe. » weiterlesen
Stoyanova und Kasarova in der PhilharmonieHandfeste Operndramatik mit einem Hauch von Exotik
Zwei Weltstars – die Sopranistin Krassimira Stoyanova und Mezzo Vesselina Kasarova – zu Gast in der Philharmonie: Man kann eine Menge Einwände haben, wenn die Demonstration virtuoser Stimm-Akrobatik zum Selbstzweck mutiert. Eines aber war den beiden Bulgarinnen nicht abzusprechen, auch wenn sie einmal stilistisch daneben lagen: das ernsthafte Bemühen um Empfindung und Ausdruck. » weiterlesen

