Archiv

Bühnen

„Tzaddhik“ von Terry Swartzberg auf dem Friedhof"Wir müssen nicht pazifistisch sein, sondern aggressiv für den Frieden"

von Michael Grill am 28.04.2012

Es ist ein Einakter in sechs Szenen und es nennt sich „Kriegsburleske“: Das Theaterstück „Tzaddhik“, geschrieben von dem Münchner Terry Swartzberg, in dem Terry Swartzberg die Grausamkeit der Menschen anprangert und den Zuschauer zur Arbeit an der persönlichen „Erinnerungskultur“ motivieren will. Unter der Regie von Barry Goldman wurde das Stück in den letzten Wochen auf Friedhöfen in Augsburg, Stuttgart, Nürnberg und Hamburg aufgeführt. Vor der Rückkehr nach München an diesem Wochenende sprachen wir mit Autor Swartzberg.     » weiterlesen


Ilay den Boers Performance bei "Radikal Jung""This is my dad" - viele Fragen, ein Thema

von Michael Weiser am 28.04.2012

Dokumentation oder Fiktion: In seiner Performance "This is my dad" erforscht Ilay den Boer bei "Radikal Jung" im Volkstheater  die eigene Familiengeschichte und greift tief in die Trickkiste des Theaters.     » weiterlesen


Wolfgang Herrndorfs Roman auf der BühneDresdener Tschick bei "Radikal Jung" - Hinreißender Roadmovie

von Michael Weiser am 27.04.2012

Die Adaption eines Jugendroman, die im Volkstheater alle Alterklassen begeisterte: Jan Gehlers Dresdener Inszenierung von Wolfgang Herrndorfs Roman "Tschick" überzeugte bei "Radikal Jung" mit einfachsten Mitteln. Bestes Theater, dessen größter Aufwand in der kleinen, feinen Geste liegt.     » weiterlesen


Geigen-Star Hilary Hahn in der PhilharmonieDie reine Form, ein neuer Blick – und der Spaß

von kulturvollzug am 27.04.2012

Was soll da noch kommen?, mag man sich bei Hilary Hahn oft gefragt haben. Schon als 18-Jährige spielt sie mit einer unfassbaren technischen Perfektion. Wer das nicht glaubt, höre ihre CD „Hilary Hahn plays Bach“. Heute ist sie 32 Jahre alt und setzt noch eins drauf. Bei ihrem Duo-Konzert in der Münchner Philharmonie standen insgesamt elf Stücke auf dem Programm, davon aber nur drei von einschlägig bekannten Komponisten. Hilary Hahn hat offenbar ein neues Ziel: Moderner Musik eine Chance zu geben. Ein solcher Abend erfordert ungemein viel Konzentration und Ausdauer - für Hilary Hahn und ihren sensiblen Klavierpartner Cory Smythe kein Problem.     » weiterlesen


Fil im LustspielhausGeh nicht vorbei, hinter der Schale ist ein Ei

von kulturvollzug am 27.04.2012

Er kommt auf die Bühne und ist unfassbar. Unfassbar lustig, unfassbar listig, unfassbar schlau und unfassbar anders. Ein Feuerwerk an frechen, hochphilosophischen, munteren, leichtfüßigen, klugen, absurden und über die Maßen komischen Nummern, die Fil da aus dem Ärmel schüttelt.     » weiterlesen


Gastspiel des Birmingham Royal BalletGar nicht en Vogue, aber voller Lebenslust

von Isabel Winklbauer am 25.04.2012

„Very British“ lautet das Motto der aktuellen Saison am Bayerischen Staatsballett. Nach einigen Ausreißer-Arbeiten aus Italien, den USA und Tschechien ging es nun beim Gastspiel des Birmingham Royal Ballet in der Tat very, very british zu. Kompaniechef David Bintley kam mit hochwertigen Repertoirestücken an die Isar, die hierzulande selten zu sehen sind. Jünger als 34 Jahre war keines davon – die Überquerung des Ärmelkanals diente also dem Bildungszweck.     » weiterlesen


Milo Raus Reenactment zum Genozid in Ruanda"Hate Radio": Massenmörder am Moderatorentisch

von Michael Weiser am 24.04.2012

So viel derart gedämpften Beifall hat man im Volkstheater selten gehört: Das Doku-Drama "Hate Radio" des Schweizers Milo Rau verstörte bei "Radikal Jung" die Zuschauer regelrecht. Ein eindrucksvolles Stück Reenactment über den Völkermord der Hutu an den Tutsi in Ruanda, in dem ein Radiosender eine fatale Rolle spielte.     » weiterlesen


Ballettfestwoche 2012Jerome Robbins und Jiři Kylián – Vom süßen Reigen zum flammenden Beziehungsgold

von Isabel Winklbauer am 24.04.2012

Einfach schön. Nicht anders kann man Jerome Robbins’ „Goldberg Variationen“ nennen, mit denen fast das ganze Ensemble die Ballettfestwoche eröffnete. Fast 50 Tänzer sprangen, wogten, rollten und ringelten sich von Formation zu Formation, wie in einem Kaleidoskop, in dem immer neue Zufallsbilder erscheinen. Alles, was auf einer Bühne zwischen Personen räumlich möglich ist: An diesem Abend war es zu sehen.     » weiterlesen


"Korijolanusz" bei "Radikal Jung"Zum Stand der Demokratie: "Dann ändern wir halt die Verfassung"

von Michael Weiser am 23.04.2012

Ist das wirklich Demokratie, wenn jeder seine Cocktailkirsche oder ausreichend Oliven erhält? In "Corijolanusz", einer Inszenierung des Budapester Hopp-Art-Theaters  nach William Shakespeares Römer-Drama, buhlen die Mächtigen um das Volk - und das Demos weiß mit der Demokratie nichts anzufangen. Ein sehenswerter Kommentar zum Zustand der Volksherrschaft in der Europäischen Union.     » weiterlesen


Grimaud mit Brahms' Klavierkonzert in d-MollZwei entdecken die Langsamkeit

von Volker Boser am 23.04.2012

Hélène Grimaud wirkt zart und zerbrechlich - auf den ersten Blick scheint die französische Pianistin für das d-Moll-Konzert von Brahms keine Idealbesetzung zu sein. Doch dass sie zupacken kann, hat sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen, auch in München.     » weiterlesen


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