Schuttabladeplatz der Zeit: King Kong & Co. hinterm Bauzaun an der Landsberger Straße
Über einen seltsam berührenden Schrottplatz für Skulpturen in München. » weiterlesen
Christian Stückl wuchtet den „Stellvertreter“ auf die Bühne: Viel Diskurs, wenig Theater
Als es gegen Ende des Abends zu regnen beginnt, kommt das einer kleinen Erlösung gleich: Endlich ein theatrales Mittel jenseits des Gesprochenen! Fast wäre man vertrocknet zwischen all den Wörtern, zwischen all den argumentativen Aufbauten, die Rolf Hochhuts Drama „Der Stellvertreter“ inszeniert, um logisch fiktiv und historisch fundiert aufzuzeigen, dass sich Papst Pius XII. schuldig gemacht hat, weil er lächerlich wenig bis nichts gegen die Massenvernichtung der Juden im Dritten Reich unternahm. » weiterlesen
Ein Ring, sich zu finden: Andreas Kriegenburg über seine Wagner-Erfahrung
Die Wagner-Stadt an sich ist Bayreuth. Doch den großen Fang hat München gemacht. Ab 4. Februar inszeniert Andreas Kriegenburg, einer der bedeutendsten deutschen Regisseure, Richard Wagners Opernmassiv "Der Ring" - ein Jahr vor Frank Castorfs Jubiläums-"Ring". Kriegenburg sprach mit dem Kulturvollzug über seine Zuneigung zu München und seine späten und um so intensiveren Erfahrungen mit Wagner. » weiterlesen
Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung
Märtyrer aus Solidarität: Stückl inszeniert Hochhuths "Stellvertreter"
Was war das für ein Skandal, als Erwin Piscator anno 1963 „Der Stellvertreter“ in Berlin uraufführte. Da bezichtigte der Schriftsteller Rolf Hochhuth den 1958 verstorbenen Papst Pius XII. der Mitschuld am Holocaust – wegen dessen Schweigen zum Völkermord an den Juden. Volkstheater-Chef Christian Stückl wagt jetzt eine Inszenierung in München. » weiterlesen
"Don Carlo" in der Bayerischen Staatsoper: Spanischer Feuerapplaus für Jonas Kaufmann und Anja Harteros
Dass sich das Publikum in solch einen Beifallsrausch klatscht, erlebt man selten. Nikolaus Bachler hat für Verdis Don Carlo die Asse Jonas Kaufmann, Anja Harteros und René Pape aus dem Ärmel geschüttelt – drei Sänger, die auf dem Zenit ihres Erfolges sind. » weiterlesen
Showcase Beat Le Mot im Marstall: Postdramatischer Performancewirbel mit Flagellationsmaschine und ein bisschen Mittelalter
Die Wiedertäufer hatten eine soziale Utopie: Gleicher Besitz für alle, freie Liebe, Vielehe, Massenorgien, Drogen – man denkt an Hippiekommunen. Nur war's im Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit zu früh dafür. » weiterlesen
Karl-Valentin-Preis an Helge Schneider: Angriff auf den Materialismus
Premiere für einen Preußen: Helge Schneider hat als erster Nichtbayer den Karl-Valentin-Preis erhalten, als legitimer Nachfolger des legendären Münchners. Zum Gratulieren kamen die Drei von der geplatzten Biermösl-Blosn und Gerhard Polt. » weiterlesen
Aus für "Jazz im Gärtnerplatz"! Zum Abschied zurück auf Anfang
Nach zwölf Jahren verabschiedet sich der Jazz vom Gärtnerplatz. Zum Abschied hat Initiator Johannes Faber für ein Konzert am 31. Januar 2012 noch einmal die Anfangsformation seines Consortiums zusammengetrommelt. » weiterlesen
Hyperaktiv und schwerhörig: Der eingebildete Kranke in der Komödie im Bayerischen Hof
Nach dem Interview mit dem Hauptdarsteller Nikolaus Paryla geht's nun zur Sache: "Der eingebildete Kranke" in der Komödie am Bayerischen Hof. Und die erweist sich als eine übertrieben lebhafte Inszenierung des berühmten hypochondrischen Dreiakters. » weiterlesen
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