Gedenken in privaten Raum bringen: Der Künstler Paul Huf und seine "Forschungsreise wider das Vergessen"
Eine seltsame Stimmung herrscht bei den vier Forschungsreisenden, die da am Bahnhof in Milbertshofen für ein Foto posieren. Sie lächeln, ja. Und der Künstler Paul Huf strahlt sogar eine Art von Vorfreude aus. Ernst Grube, der 78-jährige Holocaust-Überlebende, seine Frau Helga Hanusa und die Journalistin und Autorin Renate Eichmeier wirken eher angespannt. Kein Wunder. Die Reise geht in die Vergangenheit, in das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte. » weiterlesen
Florian Webers Trio Minsarah mit Lee Konitz im Jazzclub Unterfahrt: Wo selbst ein schlichter Swing ganz neu klingt
"Florian is like an Alien", sagte Minsarahs Bassist Jeff Denson nach dem Konzert über den Pianisten. Er hat Recht. Florian Webers Klavierspiel ist wirklich manchmal wie nicht von dieser Welt, selbst dann wenn er die Gassenhauer wie "I'll Remember April", "What Is This Thing Called Love" oder "All The Things You Are" interpretiert. Mit seinem Trio Minsarah und dem inzwischen 84-jährigen Lee Konitz gastierte er im Rahmen der Jubiläums-Konzertreihe des Münchner Labels Enja Records im Jazzclub Unterfahrt. » weiterlesen
Der Schauspieler Norman Hacker über Sesshaftigkeit, Veränderung und das Ankommen in München
Seine Antrittsrolle am Residenztheater hat er schon bravourös hingelegt: In "Zur Mittagsstunde" spielt Norman Hacker einen Durchschnittstypen, der als Überlebendern eines Amoklaufs zum Sektenguru wird. Nun ist er in Roland Schimmelpfennigs Vier-Personen-Stück "Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes" zu sehen. Die Uraufführungs-Inszenierung von Martin Kusej ist eine Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin. Norman Hackers Partner sind Sophie von Kessel als seine Frau, Ulrich Matthes und Maren Eggert als befreundetes Ehepaar. Gestern war die München-Premiere im Cuvilliéstheater. Der Kulturvollzug hat mit ihm gesprochen. » weiterlesen
Tand und Krempel
Die indische Künstlerin Tejal Shah: Zwischen Sex und Gender - Eine Suche in Bildern
Erstmals in Deutschland zeigt die Barbara Gross Galerie in der Ausstellung "The Incidental Self" Arbeiten der indischen Künstlerin Tejal Shah, die sich mit den Fragen sexueller und sozialer Zugehörigkeit in den engen Grenzen des Gender-Denkens befassen. » weiterlesen
Für Goethe "eine neue Welt" - Wie der Fremdenverkehr das Alpenvorland "fashionable" machte
"Zum Kotzen schön", nannte der Schauspieler Ottfried Fischer das bayerische Oberland einmal. Das fanden andere schon viel früher auch. Seit dem 18. Jahrhundert nahm der Fremdenverkehr im bayerischen Oberland eine rasante Entwicklung, die auch viel mit Verkehrs- und Wirtschaftpolitik zu tun hat. » weiterlesen
Hausmeister
Freitagsgedanken (Folge 16): I know the Way to Carnegie Hall
Der stehende Spruch meines Lehrers war: "Üben hilft leider". Das Problem an dieser Aussage ist nicht das Üben, sondern das "leider". Denn Üben hat nicht immer etwas mit lernen zu tun. Letzteres tun wir ja sowieso. Es wird behauptet, Erwachsene lernen sehr langsam oder überhaupt nicht. Das ist Blödsinn. » weiterlesen
Castorfs "Kasimir und Karoline" im Residenztheater: Ein hakliges Kreuz und schrilles Kasperltheater
Späte Rache an München? 1989 forderte der bayerische Innenminister Tandler die Absetzung von Frank Castorfs Residenztheater-Inszenierung „Miss Sara Sampson“ wegen Obszönität, weil darin ein Schauspieler onanierte. Dass der neue Intendant Martin Kusej den jetzt 60-jährigen, immer noch berufsmäßigen Theaterprovokateur Frank Castorf einlud, „Kasimir und Karoline“ von Ödon von Horváth im Residenztheater zu inszenieren, kann nur heißen, dass Kusej in seinem bisher verhaltenen Start auch ein empörungsträchtiges Färbchen setzen wollte. » weiterlesen
"Hoffmanns Erzählungen" mit Damrau und Villazón in der Oper: Mit Vollgas über den französischen Boulevard
Zwei Weltstars – Diana Damrau und Rolando Villazon, ein Dirigent – Constantinos Carydis, der sich anschickt, den Olymp zu erobern – die Zeichen standen gut für die erste Staatsopern-Premiere der Saison. Offenbachs phantastische Oper „Les contes d´Hoffmann“ ist schließlich ein attraktives Stück mit brillanter Musik und einer reizvollen Story – sofern die Regie mitspielt. » weiterlesen
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