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Freitagsgedanken (Folge 16): I know the Way to Carnegie Hall

von Clara Fiedler am 04.11.2011

Der stehende Spruch meines Lehrers war: "Üben hilft leider". Das Problem an dieser Aussage ist nicht das Üben, sondern das "leider". Denn Üben hat nicht immer etwas mit lernen zu tun. Letzteres tun wir ja sowieso. Es wird behauptet, Erwachsene lernen sehr langsam oder überhaupt nicht. Das ist Blödsinn.     » weiterlesen


Castorfs "Kasimir und Karoline" im Residenztheater: Ein hakliges Kreuz und schrilles Kasperltheater

von Gabriella Lorenz am 03.11.2011

Späte Rache an München? 1989 forderte der bayerische Innenminister Tandler die Absetzung von Frank Castorfs Residenztheater-Inszenierung „Miss Sara Sampson“ wegen Obszönität, weil darin ein Schauspieler onanierte. Dass der neue Intendant Martin Kusej den jetzt 60-jährigen, immer noch berufsmäßigen Theaterprovokateur Frank Castorf einlud, „Kasimir und Karoline“ von Ödon von Horváth im Residenztheater zu inszenieren, kann nur heißen, dass Kusej in seinem bisher verhaltenen Start auch ein empörungsträchtiges Färbchen setzen wollte.     » weiterlesen


"Hoffmanns Erzählungen" mit Damrau und Villazón in der Oper: Mit Vollgas über den französischen Boulevard

von Volker Boser am 03.11.2011

Zwei Weltstars – Diana Damrau und Rolando Villazon, ein Dirigent – Constantinos Carydis, der sich anschickt, den Olymp zu erobern – die Zeichen standen gut für die erste Staatsopern-Premiere der Saison. Offenbachs phantastische Oper „Les contes d´Hoffmann“ ist schließlich ein attraktives Stück mit brillanter Musik und einer reizvollen Story – sofern die Regie mitspielt.     » weiterlesen


"Herumdoktern tut der Form weh": Arbeiten von Rudolf Bott in der Galerie der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst

von Clara Fiedler am 02.11.2011

Seine Stücke sind zeitlos puristisch. Gebrauchsgegenstände sind sie zweifellos. Bänke, Tische, Kelche, Schalen. Rudolf Bott, in Stockstadt am Main geboren, machte zunächst eine Lehre zum Goldschmied, bevor er über die Zeichenakademie in Hanau und ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München zum Gerät kam. Vergangenen Dienstag erhielt er für sein Schaffen im sakralen Bereich den Gebhard-Fugel-Preis der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. Seine Freude darüber ist nicht ganz so ausgelassen, wie man es vielleicht erwarten könnte.     » weiterlesen


Nächster Halt: Herbst

von Salvan Joachim am 01.11.2011

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Zwischen Himmel und Hölle! Mit Skywalks, Rutschen und Stränden klettert die Alpen-Vermarktung in schwindelnde Höhen

von kulturvollzug am 01.11.2011

Neues Programm im Alpenzirkus: Skywalks, Rutschen und Strände. Mit schöner Aussicht, Enzian und guter Luft allein lassen sich Touristen heute nicht mehr locken. Spaßfaktor und Nervenkitzel lassen die Alpenregion in Wachstumsvisionen investieren. Eine Entwicklung gegen den Trend?     » weiterlesen


Halloween weiß-blau

von Michael Wüst am 31.10.2011

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Frank Castorf inszeniert Horváths "Kasimir und Karoline" am Resi - "denn als Kommunist bin ich neurosenfrei"

von Gabriella Lorenz am 31.10.2011

„Ich bin psychopathogen, ich muss es als Querulant immer anders machen, als es dasteht“, sagt Frank Castorf über sich. Nachdem der große Knaller in Martin Kusejs Premieren-Marathon bisher ausgeblieben ist, richten sich die Schock- Erwartungen jetzt auf den als Stückezertrümmerer berühmt-berüchtigten Intendanten der Berliner Volksbühne. Am Residenztheater inszeniert der 60 Jahre alte Castorf erstmals in seiner Karriere ein Stück von Ödön von Horváth.     » weiterlesen


Der Böse und die „Zensur“: Oliver Estavillo verteidigt seine Hölle in der "Kunstbehandlung"

von Michael Grill am 30.10.2011

Wenn Oliver Estavillo zum Pinsel greift, wird das kein Zuckerschlecken. Wer durch den schlauchartigen Gang in der Kunstbehandlung gehen will, in dem derzeit seine Bilder hängen, muss sich auf einiges gefasst machen: Dämonen, Monster, Albträume. Und das Schlimme ist: Sie sind so real, obwohl überzeichnet, sie sind uns so nah, obwohl durch und durch unirdisch.     » weiterlesen


Alexander Kluge im Theater: Eine Uraufführung über die Kälte in uns allen im Marstall

von Gabriella Lorenz am 30.10.2011

Bei diesem Namen denkt man nicht zuerst an Theater. Alexander Kluge gilt als wichtiger Filmemacher des deutschen Autorenkinos der 1960er und 70er Jahre, seit den 1990ern kennt man ihn als Interviewer in selbst konzipierten Fernseh-Formaten. Parallel hat der 79-jährige promovierte Jurist immer viel geschrieben, doch sein umfangreiches Werk kennen hauptsächlich Literaten. Ein ausgewiesener Kluge-Experte ist der Regisseur und Dramatiker Kevin Rittberger (34). Im Marstall in München inszenierte er seine Uraufführung "Wer sich traut, reißt die Kälte vom Pferd" nach Kluge-Texten. Ein Bericht zur Premiere.     » weiterlesen


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