Freigang
Jonathan Nott und das Wunder von Bamberg: "Das ist ein Boden, auf dem schöne Musik gedeihen kann"
Provinz? Was heißt hier Provinz? Fern der Metropole München hat sich in Bamberg ein Spitzenorchester etabliert. Einer der Väter des Erfolges ist der Brite Jonathan Nott (48), der in elf Jahren als Chefdirigent die Bamberger Symphoniker zu einem der führenden Orchester für Romantik und vor allem Gustav Mahler gemacht hat, ohne die zeitgenössische Musik zu vernachlässigen. Kürzlich verlängerte Nott seinen Vertrag bis 2016, und heute steht er zum 500. Mal am Pult der Bamberger. Noch vor der verdienten Feier mit einem Jubiläumskonzert sprach der Kulturvollzug mit dem sympathischen Briten. » weiterlesen
Zukunft ist ein Puppenspiel: Der Autor, Physiker, Philosoph und Multi-Pionier Herbert W. Franke hat ein Theaterstück geschrieben
Wer diesen Mann kennenlernt, der fühlt sich wie eine Figur aus einem seiner Bücher: Neue Dimensionen tun sich auf, faszinierend und oft auch ein wenig beängstigend. Und dann steht man da und staunt: Wie hat er es geschafft, all das in einem einzigen Leben unterzubringen? Gewiss, Herbert W. Franke ist 84 Jahre alt und auch nur ein Mensch. Doch schon am Anfang eines Porträts über diesen Mann keimt die Ahnung, dass man ihm nicht gerecht werden kann, nicht der Fülle, nicht der Vielfalt und nicht der Tiefe, mit der er buchstäblich mehrere Welten erforscht hat. » weiterlesen
“Wenn Du das durchgezogen hättest..." - Der 11. September und die Frage, was man hätte verhindern können: Der Münchner Peter Hoffmann hat seine ganz eigenen Erinnerungen zum Angriff auf Amerika
Peter Hoffmann lebt und arbeitet als Journalist in München und in den USA. Der 69-Jährige besitzt einen Flugschein und ist darüber hinaus in Sicherheitsfragen geschult. Wenn nun zum zehnten Jahrestag der Attentate vom 11. September 2001 gedacht wird, hat Hoffmann seine ganz eigenen Erinnerungen: Er wird das Gefühl nicht los, er hätte einigen der Terroristen bei ihren Anschlagsvorbereitungen in die Quere kommen können. Und das ist konkreter, als man im ersten Moment glauben mag. » weiterlesen
Siemens geht vom Bayreuther Hügel: Der Ausstieg eines Hauptsponsors verschärft die bedrohliche Gesamtlage im Hause Wagner
Nach nur vier Jahren stellt Siemens sein finanzielles Engagement für die Bayreuther Festspiele ein, um sich "anderen Projekten zuzuwenden". » weiterlesen
Heinrich Campendonk in Penzberg: Farbrausch und Einsamkeit
Das Bernrieder Buchheim-Museum, das Schlossmuseum in Murnau und das Franz-Marc-Museum in Kochel: Gegen die großen Drei in der näheren Umgebung hatte es das Penzberger Stadtmuseum bislang schwer. Mit dem Erwerb eines großen Teiles des Nachlasses von Heinrich Campendonk (1889 bis 1957) durch die Unternehmerfamilie Mast - die das Konvolut von 89 Gemälden, Aquarellen und Grafiken der Stadt Penzberg für 15 Jahre gratis leiht - schärft sich das Profil: Derzeit präsentiert Penzberg "seinen" Maler des "Blauen Reiter" mit einer Ausstellung mit dem Titel "Licht, Farbe, Einsamkeit". » weiterlesen
Kunst für alle Sinne - Fünf postdramatische Projekte im Salzburger Museum der Moderne
Im Museum hält man normalerweise die Augen offen: Man will ja was sehen. Doch wer der Einladung des Londoner Künstlerduos Lundahl & Seitl ins Salzburger Museum der Moderne auf dem Mönchsberg folgte, musste sich auf andere Sinne verlassen. » weiterlesen
Wie die Maler der Brücke den Sommer entdeckten: Bade und Arbeite!
Unbeschwerte Tage dürften das gewesen sein: die Temperaturen sommerlich warm, der große Krieg noch längst nicht in Sicht, die Künstler untereinander freundschaftlich verbunden, die Landschaft idyllisch und die bürgerlichen Konventionen zumindest für den Moment weit weg. Die Ausstellung "Sommerfreuden - Badefreuden" im Buchheim-Museum in Bernried zeigt, wie die Maler der Brücke in der Natur von Moritzburg, Dangast und Fehmarn zu neuen Ausdrucksformen fanden. » weiterlesen
"Zärtliche geistreiche Phantasien": Wie Japans Kunst den Blauen Reiter beflügelte
Ausgerechnet zum hundertsten Geburtstag ist der Blaue Reiter auf Reisen. Gezwungenermaßen, da das Lenbachhaus noch mitten in der Sanierung steckt. Doch springen Museen der Umgebung in die Bresche - das Schlossmuseum Murnau beispielsweise mit einer sehenswerten Ausstellung, die den Einfluss japanischer Kunst auf Franz Marc und Co. illustriert. » weiterlesen
Weltkonzern von der Amper: Die Geschichte der Firma Eon, um deren Münchner Zukunft gerade gerungen wird
Das „harmonische Betriebsklima in der Isar-Amper-Familie“, das in der Firmengeschichte vor etwa zehn Jahren anlässlich der Gründung der Großfamilie Eon beschworen wurde, hat sich über Nacht verwandelt. Der Betriebsratsvorsitzende Roman Braun beschreibt es mit den knappen Worten „Schockstarre“ und „Frustration“. Das wird sich kaum ändern, bis vielleicht Ende Oktober endgültig darüber entschieden ist, was aus den rund 400 Mitarbeitern der Zentrale von Eon-Energie in München werden soll. Sicher ist bisher nur, dass die Düsseldorfer Konzernzentrale den Betrieb in dem schönen, großen Glasbau an der Münchner Brienner Straße 40 radikal herunterfahren will. » weiterlesen
"Ich schau Dir in die Augen, Kleines" - Eine bemerkenswerte Ausstellung mit Portraits in Ismaning
Emil Nolde ist vertreten, Max Pechstein ebenso oder Andy Warhol. Meist sind es jedoch die Vergesssenen, Verschollenen, die das Kallmann-Museum in der Orangerie Ismaning in der Ausstellung "Bizzare Begegnung - Bilder schauen dich an" mit Portraits aus der Sammlung Brabant zeigt. » weiterlesen

