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Steffen Kopetzkys neuer Roman "Monschau"Von mutigen Medizinern und alten Nazis

von Katrin Kaiser am 04.06.2021

In „Monschau“ verbindet Steffen Kopetzky die Geschichte einer historischen Pocken-Epidemie mit Reflexionen zum Nachkriegseuropa. Das klare Gut-Böse-Schema und das Happy End nimmt man bei dieser gehaltvollen Lektüre gerne an.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über Hildegard Hamm-Brücher, die am 11. Mai hundert Jahre alt geworden wäreWie das "Haupt des Linksliberalismus" einst kämpfen musste

von Karl Stankiewitz am 04.06.2021

Von allen Seiten, besonders von der rechten und manchmal auch aus der eigenen Partei hat sie Sticheleien, Beleidigungen und Prügel einstecken müssen. Doch sie hat auch kontern können. So war bereits, nachdem Dr. Hildegard Brücher im Mai 1948, angeregt durch den späteren Bundespräsidenten Theodor Heuß, für die FDP in den Münchner Stadtrat gewählt wurde.Sie war mit gerade 27 Jahren jüngstes Mitglied dieses Altherrenclubs, Wissenschaftsredakteurin unter Erich Kästner bei der amerikanischen „Neuen Zeitung", jedoch obendrein: eine Protestantin und, wie man spöttelte, „a Preiß“, obgleich sie in Essen geboren wurde, am 11. Mai 1921 - zwei Tage nach Sophie Scholl.     » weiterlesen


Ottessa Moshfeghs Roman "Der Tod in ihren Händen"Poetin des Grotesken

von Katrin Kaiser am 18.03.2021

Die amerikanische Autorin Ottessa Moshfegh hat ein Faible für von Neurosen und düsteren Leidenschaften getriebene Antiheldinnen. Mit einem todsicheren Gespür für die Schönheit und die Poesie des Hässlichen und Grotesken stilisiert sie in ihren Büchern absonderlich verschrobene Protagonistinnen zu Identifikationsfiguren.     » weiterlesen


Benedict Wells' Roman "Hard Land"Das Prinzip Sehnsucht

von Katrin Kaiser am 16.03.2021

Benedict Wells' neues Buch erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte in den 1980er Jahren – und begeistert auf allen Ebenen.     » weiterlesen


"Die Unschärfe der Welt", der neue Roman von Iris WolffBeiläufige Tragödien und kunstvolle Schleifen

von Katrin Kaiser am 29.12.2020

Iris Wolffs poetisch runder Roman "Die Unschärfe der Welt" erzählt die Geschichten zweier Familien aus dem rumänischen Banat.     » weiterlesen


"Die Spur des Schweigens" von Amelie FriedErmittlerin mit Nebenwirkungen

von Katrin Kaiser am 28.12.2020

Amelie Fried hat einen lesenswerten Unterhaltungsroman über eine Jourmalistin und ihre Recherchen zu sexuellem Missbrauch geschrieben – und versucht damit, Lernprozesse in Sachen weiblicher Solidarität anzustoßen.     » weiterlesen


Ausstellung "Democracy will win" im LiteraturhausDemokratie im Wandel ihres Verfechters

von Isabel Winklbauer am 02.06.2020

„Not ‚America first‘ but ‚Democracy first’ and ‘Human dignity first’ is the slogan which will really lead America to first place in the world.” Dieses Zitat stammt nicht etwa von Trump-Herausforderer Joe Biden, sondern von Thomas Mann und ist aus dem Jahr 1941. Der Einsatz des Schriftstellers für die Demokratie – er lebte von 1938 bis 1952 im US-Exil – hat in den letzten Jahren enorm an Aktualität gewonnen. Das Literaturhaus widmet ihm deshalb unter dem Motto „Democracy will win“ eine Ausstellung, die wort- und bildreich in die Mitte des 20. Jahrhunderts entführt. Star der Schau ist die Villa, in der die Manns während und nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten.     » weiterlesen


Willy Achtens Roman "Die wir liebten"Bilderstrom ins Verbrechen

von Isabel Winklbauer am 24.05.2020

Deutsche Kinderheime in der Nachkriegszeit stellt man sich rau vor. In manchen von ihnen geschahen jedoch richtige Verbrechen, wie die Pharmazeutin Sylvia Wagner vor wenigen Jahren herausfand: Medizinisches Personal in Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen testete zwischen 1950 und 1975 an den anvertrauten Kindern Psychopharmaka, Schlafmittel und Neuroleptika. Diesem Stoff hat der rheinische Autor Willy Achten nun seinen fünften Roman „Die wir liebten“ gewidmet. Bemerkenswert an seiner Erzählung ist vor allem der lange, emotionale Anlauf.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über die Pest, den "schwarzen Tod"Eine Seuche, die fromm und verzweifelt macht

von Karl Stankiewitz am 19.05.2020

Die älteste und furchtbarste aller Plagen der Menschheitsgeschichte hat, vor allem im späten Mittelalter, große Bevölkerungsteile ausgelöscht. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Todesopfer infolge der drei historischen Pandemien auf weit über hundert Millionen. Und immer noch nicht ist die Pest endgültig besiegt.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über die Hongkongrippe 1969-70 in BayernMit Pillen gegen die Pandemie

von Karl Stankiewitz am 12.05.2020

Die sogenannte Hongkong-Grippe in den Jahren der Münchner „Revolte“ hatte manche Ähnlichkeit mit der Corona-Seuche. Betroffene erinnern sich: „Wir kamen von einem Skiwochenende zurück. Mein Mann dachte, er habe sich dort erkältet. Er bekam hohes Fieber und lag total flach. Mit Wadenwickel haben wir das Fieber etwas gebändigt. Bettruhe war damals die Heilung.“     » weiterlesen


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