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"Die After Party interessiert mich nicht": Interview mit Chris Dercon zu seinem Abschied aus München

von Michael Grill am 27.03.2011

Im Luftschutzkeller hämmern die Handwerker und bereiten die kabinettartigen Räume für eine spektakuläre Kunstzukunft vor, eine Etage höher turnen lärmende Schulklassen durch die Ausstellung "move", während Beleuchter letzte Kniffe für den "Theatergarten Bestiarum" ausprobieren. So hat es Hausherr Chris Dercon am liebsten: Das Haus der Kunst als eine Betriebs- und Produktionstätte, weit entfernt von jeder musealen Gediegenheit. Dercon hat in den letzten acht Jahren das Haus der Kunst extrem belebt, dessen Rang in der internationalen Kunstwelt aufpoliert, das Haus der Öffentlichkeit für eine Auseinandersetzung mit seiner Geschichte erschlossen     » weiterlesen


Was kann der Bürger tun? Ein Interview mit Claus Biegert über die Folgen von Fukushima

von Roberta De Righi am 22.03.2011

  Im Kampf gegen die Auswirkungen der Kerntechnologie und die Macht der Atomlobby ist er seit Jahren unermüdlich: Claus Biegert begründete 1992 das „World Uranium Hearing“, im Zuge dessen der seit 1998 jährlich vergebene „Nuclear Free Future Award“ entstand. Am Mittwoch (23. März, 20 Uhr) diskutiert der Münchner Journalist und Publizist im Haus der Architektur unter dem Motto „Schluss mit Basta“ über wiedererstarkende Protestkultur und ehrenamtliches Engagement. Am Samstag  (26. März,  10 Uhr) spricht er über Uranabbau auf der Tagung „Bombenrisiko Atomkraft - 25 Jahre Tschernobyl“ im EineWeltHaus. Ein Gespräch über Japan und die Folgen.     » weiterlesen


„Ich weiß gar nicht, was ein Macho ist“: Der „letzte Bulle“ Henning Baum über die TV-Serie, Kosmetiktipps für Männer und seine Begeisterung für bayerische Burgen

von kulturvollzug am 21.03.2011

Seine Sat.1-Serie war der Überraschungserfolg des vergangenen Jahres. Henning Baum, für den Grimme-Preis nominiert, spielt in „Der letzte Bulle“ den Polizisten Mick, der nach 20 Jahren Koma wieder seinen Mann steht. Herr Baum, Sie haben schon mehrmals gesagt, Mick würden Sie sofort in Ihren Freundeskreis aufnehmen. Könnten Sie auch mit einem Mann befreundet sein, der beispielsweise in Männerzeitschriften Kosmetiktipps liest? Das ist doch lächerlich! Männer, die so etwas lesen, kann ich nicht ernst nehmen. Diese angeblichen Männerzeitschriften sind doch in Wirklichkeit Frauenzeitschriften. Kosmetik- und Kleidertipps für Männer – das ist so was von lächerlich! Früher hatte der Mann den „Spiegel“ und den „Playboy“ – und damit kam er durch die Welt. Ja, und den „Playboy“ hat er sich natürlich nur wegen der tollen Interviews gekauft…     » weiterlesen


Das ist München - hoffentlich nicht: Zur neuen Dimension der Verhunzung von öffentlichem Raum durch Werbemüll

von Michael Grill am 13.03.2011

Lieber Leser, großes Rätsel: Welche U-Bahn-Station in München ist überwiegend grau und hat knallrote Säulen? Sie haben das schon mal gesehen ist den letzten Wochen, aber Sie wussten nicht mehr wo sie waren, weil die Augen so weh taten? Dann verraten wir es Ihnen: Es ist, beziehungsweise war, die U-Bahn-Station Sendlinger Tor. Das Rot am Bahnsteig ist Werbung für einen Münchner Lokalradiosender.     » weiterlesen


„Das darf nicht nur ein Feigenblatt sein“: Künstler Wolfgang Flatz über den Trend zu kulturellen Zwischennutzungen in München

von Michael Grill am 11.03.2011

Die „kulturelle Zwischennutzung“ ist das Zauberwort der Münchner Kulturpolitik. Spätestens seit dem übergroßen und bundesweit beachteten Erfolg von „Puerto Giesing“, also der Verwandlung des alten Hertie an der Tegernseer Landstraße in eine Kultur- und Party-Location für einige Monate, ist es schick, vor allem subkulturelle Projekte zeitlich befristet unterzubringen. Neustes und spektakuläres Beispiel war die Praterinsel, auf der die Augsburger Patrizia Immobilien GmbH als Eigentümer bis zum Umbau im Herbst eine Art „Puerto Praterinsel“ einrichten wollte. Inzwischen ist dieses Projekt wieder abgesagt worden - doch die Diskussion um die Kultur auf Zeit geht weiter.     » weiterlesen


"Bei uns tritt niemand mit Hakenkreuzbinde auf"

von Gabriella Lorenz am 03.03.2011

Eine Zeitungsmeldung über einen wahren Fall in Tschechien liest der Protagonist in Albert Camus' Roman „Der Fremde“ immer wieder. Ein Jahr später, 1943, verarbeitete der existenzialistische Schriftsteller diese Meldung zu seinem Stück „Das Missverständnis“. Die grausame Geschichte vom Mord zweier Pensionswirtinnen am eigenen Sohn und Bruder inszeniert Jan Philipp Gloger im Cuvilliés Theater. Wir haben ihn im Interview.     » weiterlesen


Interview mit Rainer Fetting: "Wenn da einer Kringel malt, dann malen sie plötzlich alle Kringel"

von Michael Grill am 03.03.2011

Er gehört zu den wichtigsten deutschen Malern der letzten 30 Jahre: Rainer Fetting. Als "junger Wilder" stand er an der Spitze derer, die sich in den 80ern gegen Minimalismus und Konzeptkunst wandten. Nach einigen ruhigeren Jahren ist Fetting nun wieder zurück: In München ist er derzeit in der Galerie Karl Pfefferle zu sehen, ab April hat er eine große Ausstellung in Berlin.  Im Interview spricht er über wahre Wildheit, den Berlin-Hype, Vorbilder und seine Verachtung für die Kringelmaler.     » weiterlesen


Hievt euren Hintern aus der Couch!

von Jan Stöpel am 01.03.2011

20 Seiten, viele hunderttausend Käufer: Stéphane Hessels Streitschrift „Empört euch!“ gehört zu den Überraschungserfolgen auf dem Buchmarkt. Eine Revolution aber wird sich mit dem dünnbrüstigen Schriftlein nicht begründen lassen.     » weiterlesen


Alles - außer der Kitsch-Vitrine: Ausblick auf die Landesausstellung über Bayerns Märchenkönig Ludwig II.

von Michael Grill am 28.02.2011

„Der Kini“, also Ludwig II., der sogenannte Märchenkönig, gehört, zumindest als Mythos, zu den ganz großen Exportschlagern Bayerns. Umso erstaunlicher, dass es seit 1968 keine richtig große Ausstellung mehr über den Monarchen gegeben hat.     » weiterlesen


Zwischen Wahrheit und Imagepolitur – Ein Bericht aus den Anfängen der Finanzkrise

von Florian Haamann am 11.02.2011

50 Milliarden Euro. Ende Januar 2008, als uns so eine Zahl noch schocken konnte, wird bekannt, dass sich ein Händler der Société Générale ohne Rücksicht auf Verluste durch die Finanzwelt spekuliert hat. Die Bank gerät ins Wanken, die Finanzkrise streckt ihre Fühler aus. Jetzt legt Hugues Le Bret, damals Kommunikationschef der Société und enger Vertrauter des Bankchefs Daniel Bouton, einen fesselnden Bericht der Affäre vor.     » weiterlesen


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