Neonazis und Comics: Wenn Bart Simpson in Skin-Kluft marschiert
Mit ihrem zynischen Paulchen-Panther-Video, in dem sie ihre Opfer verhöhnen, schockten Neonazi-Mörder aus Thüringen Deutschland. Der Münchner Comic-Experte Ralf Palandt spricht im Kulturvollzug-Interview über Rechtsextreme, Comics und Propaganda – und über Superman, der Hitler und Stalin festsetzt. » weiterlesen
"München in C.-Dur" - die Videokolumne mit C. Bernd Sucher (Folge I)
Immer donnerstags im Dezember: C. Bernd Sucher kommentiert Münchens Kulturszene in seiner Videokolumne auf dem Kulturvollzug. Folge I: Neues an der Maximilianstraße und Mutmaßungen über "einigermaßen intelligente" Regisseure. » weiterlesen
Zu heikel fürs Staatstheater in Diyarbakir: Wie ein fast deutsch-türkisch-kurdisches Dokumentartheaterprojekt zur Premiere im Werkraum kommt
Diyarbakir ist die zweitgrößte Stadt Südostanatoliens. 80 Prozent der über 840.000 Einwohner sind Kurden, die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. In Diyarbakir gibt es ein türkisches Staatstheater, an das junge Schauspieler und Regisseure von der Staatstheater-Zentralverwaltung in Ankara für einige Jahre zwangsbeordert werden, ehe sie an andere Häuser wechseln dürfen. Aber der Intendant ist so aufgeschlossen, dass er sich eine Koproduktion mit einem deutschen Theater wünschte und dafür nach München reiste. So begann 2007 das deutsch-türkisch-kurdische Dokumentartheaterprojekt "München / Diyarbakir", das heute (1.12.11) im Werkraum Premiere hat. » weiterlesen
Ein Fotograf aus Frankfurt erobert Neapel - Süditalien in Fotografien aus dem 19. Jahrhundert in der Neuen Pinakothek
Um 1826 herum kam etwas auf, das die Sicht der Menschen auf die Welt veränderte: Fotografie. Rasch begann sie das zu ersetzen, was Maler und Zeichner bis dahin in die Welt getragen hatten. Das machte auch vor Neapel und Süditalien nicht Halt. In der Neuen Pinakothek in München ist die bemerkenswerte Ausstellung "Neapel und der Süden, Fotografien 1846-1900" mit Bildern aus der Sammlung Siegert zu sehen, die eine Sicht gewährt auf das, was einmal war und heute nicht mehr ist. » weiterlesen
Klavierabend Alice Sara Ott -Ausnahmetalent hinterlässt gemischte Gefühle
Sie wird mächtig gefördert, von ihrer Plattenfirma, die ihr unlängst gestattete, eine Beethoven-CD aufzunehmen, sicher auch von den Eltern, obwohl die Mutter zunächst gegen ein Klavierstudium der Tochter war: mittlerweile gehört die 23-jährige Deutsch-Japanerin Alice Sara Ott aus München zu denen, über die in der Branche gesprochen wird. Und das nicht nur deshalb, weil sie die schicke Angewohnheit hat, sich barfuss an den Flügel zu setzen. » weiterlesen
Spielart: Bruno Vanden Broecke auf faszinierender Mission
Blick ins Innere eines Menschen ebenso wie große Weltschau: Der Erzählabend "Mission" geht nicht nur den großen Fragen der Menschheit nach, sondern zeichnet auch das Porträt eines liebenswerten Überzeugten, der fernab von Fanatismus für sich nach Wahrheit strebt. Bruno Vanden Broeckes Monolog (Regie: Raven Ruëll) ist ein echter Höhepunkt bei Spielart 2011. » weiterlesen
Gastrokritik zum Harlachinger Jagdschlössl: Es ist fluffig. Aber nicht fluffigst
Ein neues Lokal im Münchner Süden aus der Hofbräu-Dynastie, aber mit einer langen Vorgeschichte. Hier ist München noch nicht Grünwald, aber auch schon ganz lange nicht mehr Giesing. So ist es nicht ganz einfach, das Jagdschlössl zu positionieren. Denn die Ansprüche sind bereits groß in dieser Gegend; die Chancen für eine noch etwas mehr als nur sehr gute Küche ebenso. Doch man darf nicht abheben - eine schwierige Gratwanderung. » weiterlesen
Zwischenstand vom SpielArt: Expeditionen mit ungewissem Ausgang
Durststrecken muss man bei Expeditionen einplanen. Nach sinnlichem Start gab's beim SpielArt-Festival jetzt Produktionen, die einen guten Denkansatz nur unzulänglich gutgemeint umsetzten. Diskussionen liefert das allemal. » weiterlesen
Experiment
König Louis zeigt Luxus: Wie die alte Hauptpost zum „Palais an der Oper“ erhöht wird - und der Spätkapitalismus nach der Stadtplanung greift
Die Maximilianstraße soll bis spätestens Anfang 2013 ein Entree bekommen, das ihrer neuen Entwicklungsphase entspricht – der Repräsentation von Modekönigen und Gastro-Giganten sowie der Präsentation von Luxus. Als 400 Ehrengäste, alle in Schwarz, inmitten roher Mauern das Richtfest feierten im „Palais an der Oper“, wie die ehemalige Münchner Hauptpost jetzt firmiert, ist das Rankingziel jedenfalls glasklar geworden. » weiterlesen
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