Nachdenkliches Finale bei Spielart: She She Pop und die hundert Macken des King Lear
Spielart 2011 endete mit einem Höhepunkt: In "Testament" traten die Frauen der Hamburg-Berliner Performancetruppe "She She Pop" gemeinsam mit ihren Vätern auf - und deckten in der Muffathalle anhand des Generationenvertrages spielerisch die Aktualität von Shakespeares "King Lear" auf. » weiterlesen
Das BR-Symphonieorchester mit bravourösem Alternativprogramm im Herkulessaal
Was der Bauer nicht kennt: Es war schon beschämend, wie viele Plätze beim Konzert des BR-Symphonieorchesters im Herkulessaal leer blieben. Berio? Ravel? Beide Komponisten scheinen in der Gunst der auf Mahler und Bruckner getrimmten Abonnenten nicht allzu hoch zu stehen. Und wenn dann noch ein so berühmter Gastdirigent wie Riccardo Chailly krankheitsbedingt absagt, dann bleibt man eben lieber zuhause. » weiterlesen
Marlon Dino ist der Grand Ballerino am Bayerischen Staatsballett: Tanz ist sein Wille
Marlon Dino ist auf dem Höhepunkt seines Ruhms angelangt. Der Lebensweg des Tänzers am Staatsballett zeigt, dass das Schicksal keine abgemachte Sache des Himmels ist: Man kann es bezwingen und trotz vertrackter Voraussetzungen den eigenen Traum leben. Ein Portrait. » weiterlesen
Der vorerst letzte Kuss der Tuba - La Brass Banda in der Olympiahalle
La Brass Banda gönnen sich im nächsten Jahr eine Verschnaufpause. Bislang bleibt den bayerischen Bläsern auch nach 500 Konzerten in vier Jahren nie die Luft weg. Über drei Stunden lang treiben sie tausenden Fans beim Tourabschluss in der vollen Olympiahalle den Schweiß auf die Stirn: "Heit spuima bis Bluad spritzt!" » weiterlesen
Der Zukunft im Jetzt ein Stück näher: Ein Rückblick auf das Spielart-Festival
Spielart, der Marathon des experimentellen Theaters und der Performance, ist zu Ende. Und auch das letzte Stück, "Testament" von "She She Pop und ihre Väter", verhandelte ein Thema, das - obwohl von den Festival-Leitern Tilmann Broszat und Gottfried Hattinger nicht gesucht -, viele Aufführungen dominierte: Die Frage, wie wollen wir leben, und wie kann unsere Zukunft aussehen? » weiterlesen
Erfreuliche Entdeckung in Donizettis Maria Stuarda
Wird ein Starsänger krank, ist das die Chance für den Nachwuchs. Wie oft schon sind junge Sänger eingesprungen und haben damit ihren Durchbruch geschafft. Dieses Operngesetz ließ sich auch am vergangenen Freitag in der Philharmonie beobachten. » weiterlesen
Spielart: Cuqui Jérez spürt den Geheimnissen der Gegenwart nach
Kindliche Spielfreude oder Verlust in Beliebigkeit: In "The Nowness Mystery" spürte die spanische Konzeptkünstlerin Cuqui Jerez bei Spielart den Geheimnissen der Gegenwart nach. Für die beiden Darstellerinnen Maria Jérez und Amalia Fernández 90 Minuten harte und doch spielerisch leicht aussehende Improarbeit, für den Zuschauer die große Gefahr der Orientierungslosigkeit. » weiterlesen
Da kann man sich gepflegt in 3-D einlullen lassen: Das Mega-Ereignis "Turandot" an der Staatsoper als vollmundiges Spektakel
Wenn sich Kanalratten – so lautet die Übersetzung von „La Fura dels Baus“ - an eine Oper wie Puccinis „Turandot“ wagen, dann kann es gar nicht ausbleiben, dass sich Widerstand organisiert. Und dennoch: Tolle Bilder, tolle Musik, dazu Sänger, die zwar keine Bäume ausrissen, aber doch weit davon entfernt waren, zu enttäuschen. Da sollte man meinen, dass das genügt, um die bei Premieren der Bayerischen Staatsoper üblichen Missfallenskundgebungen zu bremsen. Doch das Gegenteil trat ein. Am Ende – noch bevor der Beifall einsetzte – gab lautes Buh die Richtung vor, das sich beim Erscheinen des Inszenierungsteams deutlich steigerte. » weiterlesen
Zak Oberzan mit wenig Theater, aber trotzdem stark bei Spielart: Wer ist der Hüter seines Bruders?
Anrührendes Brüderdrama bei Spielart: Zachary Oberzan spielt in "Your Brother. Remember?" die Geschichte einer Heldenverehrung nach, mit vielen Videos und sparsamer Aktion, mit lauten Prügelszenen und subtil geschilderten Gefühlen. » weiterlesen
Paul Kalkbrenner im Zenith - unbegreiflich, aber wahr
Techno für die ganze Familie: Einlass schon um halb Sieben, Bruder Fritz beginnt um Acht und kurz nach Mitternacht schaltet Paul Kalkbrenner den Laptop aus. Zuvor hat er drei Stunden mit seinen Bässen die Mägen des Publikums massiert. Es hätte noch ewig so weitergehen dürfen. » weiterlesen
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