Die "Bandera-Faschisten" und was sie mit München verbindetBayern, die Ukraine – und eine Geschichte aus dem Kalten Krieg
Der Kreml in Moskau begründet die Intervention in der Ukraine nicht zuletzt mit einem notwendig gewordenen Schutz der dortigen russischen Bevölkerung vor den „Bandera-Faschisten“. Bei dieser aktuellen Rundfunkmeldung - in den hiesigen Zeitungen war sie bislang nicht zu entdecken - erinnerte sich unser Autor Karl Stankiewitz, Jahrgang 1928, an geheimnisvolle Ereignisse in den 1950er-Jahren - als München Schauplatz des Kalten Krieges war. Hier sein Blick auf die damaligen Ereignisse - die uns auch die heutigen Verwerfungen besser verstehen lassen. » weiterlesen
Astrid Lindgrens "Unterwegs in Smaland" in der SchauburgWas für ein hübscher Ausflug
Nein, Pippi Langstrumpf tritt nicht auf. Das erwarten die jungen Zuschauer sofort beim Namen Astrid Lindgren. Doch in der Schauburg lernen sie drei andere Kids kennen, denen die schwedische Autorin „Unterwegs in Smaland“ begegnete. Marie Ruback macht daraus 50 Minuten charmantes Erzähl- und Objekttheater für Kinder ab fünf Jahren. » weiterlesen
Nina Sahm und ihr Debütroman "Das letzte Polaroid"In ein fremdes Leben schlüpfen
In "Das letzte Polaroid" erzählt die junge Autorin Nina Sahm, die seit letztem Jahr in München lebt, von einer ungewöhnlichen Freundschaft und den Sehnsüchten einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst - ein lesenswertes Debüt! » weiterlesen
Bitte Ruhe
Hanna Schygulla "Auf Lesereise" im LiteraturhausNoch nicht angekommen, auch nicht beim Heimspiel in München
Sie war Fassbinders Muse, die erste deutsche Schauspielerin auf dem Cover des „Time“-Magazins, und sie lebte die letzten 30 Jahre in Paris. Nun wagt sie mit stolzen 70 Jahren einen Neuanfang in Berlin. Momentan auf Lesereise, machte sie Station im Münchner Literaturhaus. » weiterlesen
"Die Jagd nach Liebe" nach dem Roman von Heinrich Mann im MarstallGrelle Verzehrung, grelle Verzerrung
Sich ganz auf eine einzige, unerwiderte Liebe fixieren? Wer das heute tut, endet leicht als Stalker. Der Millionenerbe Claude hat immerhin das Glück, dass seine Angebetete oft bei ihm als Jugendfreund Trost und Zuflucht sucht. Aber lieben will sie ihn nicht - eine Leidenschaft würde ihre Karriere als Schauspielerin stören. 1903 schrieb Heinrich Mann den wohl zu Recht vergessenen Roman „Die Jagd nach Liebe“, im Marstall inszenierte Barbara Weber ihre Adaption. Was sie daran interessierte, vermittelt die grotesk überdrehte Auführung nicht. Ein Abend mit einigen hübschen, gefälligen Bildern ohne Nachwirkungen. » weiterlesen
Johan Simons inszeniert Kipphardts "März" in den KammerspielenBad in der Molke, bis an die Grenzen der Wahrnehmung
Nicht gerade leichte Kost: In einer klinisch weißen Arena lässt Johan Simons den "März" von Heinar Kipphardt ins Wasser gehen. Ein etwas sperriger Abend in der Spielhalle der Kammerspiele mit drei herausragenden Darstellern. » weiterlesen
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Interview mit Peter Ruzicka, Intendant der Münchener Biennale"Die letzte Frage lautet immer: Warum komponieren Sie eigentlich?"
Seit 1996 moderiert Peter Ruzicka, Komponist und Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale, die Klangspuren-Konzerte. Ruzicka hat neben der Ausbildung am Hamburger Konservatorium und Kompositionsstudien bei Hans Werner Henze und Hans Otte Rechtswissenschaften studiert und wurde mit einer Arbeit zum Urheberrecht promoviert. Seine eigenen Werke, darunter viele Solo- und Kammermusiken und Orchesterwerke sowie zwei Musiktheaterstücke, Celan (Uraufführung 2001) und "Hölderlin. Eine Expedition" (2008), wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Anne Mazuga vom Kulturvollzug sprach mit Peter Ruzicka, der heuer nach der 14. Münchener Biennale für Musiktheater die Intendanz abgibt. Das Festival vom 7.-23. Mai 2014 trägt das Motto "Außer Kontrolle". » weiterlesen
Peter Brötzmann und ICI Ensemble im AmpereEine Stahlsuppe, in der man hätte sterben mögen
Abseits seiner gewohnten Wege auf der Stahlstraße seines "Industrial" Free Jazz hat Peter Brötzmann in München, im Ampere haltgemacht. Wie immer hatte er schreiende Hochöfen, knirschende Kräne, rotflüssige Cluster und den Geruch von Kohlenstoff dabei. Mit ihm auf der Bühne war das Beste an Erzen, die das schöne Voralpenland zu bieten hat, um selbst die abartigsten Klang-Legierungen herzustellen: das ICI Ensemble. » weiterlesen



