Peter Eötvös bei "musica viva" im Herkulessaal der ResidenzAls sei im Februar der Frühling ausgebrochen
Ein Wochenende mit großen Werken und großen Namen bei "musica viva" im Herkulessaal der Residenz. Der ungarische Komponist Péter Eötvös, dessen komisch-utopische Oper, „Die Tragödie des Teufels“ 2010 an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde, dirigierte zwei eigene Violinkonzerte, „Seven“ und „DoReMi“, Helmut Lachenmanns „Zwei Gefühle“ und Wolfgang Rihms „In-Schrift 2“ » weiterlesen
"Nike" und "Blitzbühne" in der AkademieGalerieBewusstsein und Erwartung - für wirklich jeden und alles
Sieben junge Menschen spielen am nasskalten Nachmittag des 4. Februar 2014 unter dem Siegestor zünftige Blasmusik. Die wenigen Besucher, die der Einladung zur Prozession gefolgt sind, sind unsicher: „Gehört das dazu?“ Die Frage lässt sich bald bejahen, denn vom Gebäude der Kunstakademie zieht ein halbes Dutzend Künstlerinnen mit Leiterwagen und Schubkarren heran, und das fröstelnde Publikum raunt: „Da kommt die Nike!“ Besser gesagt ihre Einzelteile, denn wie bald zu erkennen ist, wird die Siegesgöttin in Form von Gipsfragmenten angeliefert, hier ein mannshoher Flügel, da ein Teil des Gewandes, Holzlatten und Drähte. Eine gewisse Unsicherheit im Publikum bleibt dennoch bestehen, denn so recht lässt sich nicht entscheiden, ob die Künstlerinnen deshalb halb verlegen, halb lässig neben ihren Leiterwagen und Schubkarren unterm Siegestor verharren, weil ihnen das Konzept fehlt, oder ob Lässigkeit das Konzept ist. » weiterlesen
Stromae in der MuffathalleDer neue Jacques Brel weiß, was er im Leben will
Die Belgier feiern den Ausnahmemusiker Stromae bereits als neuen Jacques Brel. Zu recht! Der Mann hat Themen, Texte und eine gewaltige Stimme. Beim Konzert in der Muffathalle zeigt er, dass er auch alleine fasziniert. » weiterlesen
Heute im Mittagsangebot
„La voix humaine“ im KunstvereinSchöne falsche Welt
Die moderne Technik verbindet uns nicht nur jederzeit und überall, wir können auch permanent an der optimalen digitalen Inszenierung unserer Person feilen. Kein Wunder, dass mancher mit seinem Smartphone eine innigere Beziehung führen soll als mit dem Partner. Eine Ausstellung im Kunstverein fragt, wo in der virtuellen Welt eigentlich das Authentische und das Gefühl bleiben. » weiterlesen
„Die Entführung aus dem Serail“ im Cuvilliés-TheaterDas musikalische Liebesbekenntnis trotzt der Regie
Schon zu den Klängen der Ouvertüre öffnet sich der Vorhang und zeigt eine bunte, schwülstig überladene Rokokowelt. Als wolle die Regie den Prunk des Cuvilliéstheaters auf der Bühne fortsetzen. Doch die rot schimmernden Lampions und üppigen Reifröcke sind nur Fassade. Dahinter residiert, im modernen Yuppi-Look, ein ziemlich depressiver Bassa Selim und rezitiert Gedichte über die Unmöglichkeit der Liebe. Sie sind von Michel Houellebecq. » weiterlesen
Kein Frieden, nirgends
United Balls
Zu "Decolonize München" im StadtmuseumBayern mit schwarzer Haut - und die Frage, wie viel "Bemerkung" normal ist
Viele kennen sie als Fernsehmoderatoren oder Sportler, besser als Musiker, Entertainer oder Sänger. Weniger bekannt sind sie etwa als Journalisten, vorzugsweise bei der Deutschen Welle, als Ingenieure, Manager, Ärzte, Wissenschaftler, Schriftsteller oder hohe Staatsdiener: die Staatsbürger mit afrikanischen Wurzeln, die schwarzen Deutschen, die deutschen Schwarzen, die hier geborenen oder zugewanderten Afro-Deutschen. Ein allgemein geläufiger oder gar offizieller Sammelbegriff hat sich noch nicht eingestellt. Dabei sind diese Alt- und Neubürger, soweit nötig, Adressaten zahlreicher Ämter, Vereine, Hilfsorganisationen, Freundeskreise. Über eine Ausstellung im Stadtmuseum kann man sich dem Thema nähern. » weiterlesen
Begegnung mit Amélie Niermeyer/Juliane Köhler zu "Was ihr wollt" im ResiLesbisch? Midlife-Crisis? Nein, es geht einfach um einen Neuanfang
Ihre erste gemeinsame Arbeit wissen sie auf Anhieb: Die Marivaux-Komödie „Der Streit“ im Cuvilliéstheater 1993. Seitdem sind sie ein erprobtes Team: In mehr als zehn Inszenierungen von Amélie Niermeyer spielte Juliane Köhler die Hauptrollen – in München, Freiburg, Frankfurt und Düsseldorf, den Stationen von Niermeyers Regie- und Intendantenlaufbahn. 1997 feuerte der damalige Resi-Chef Witt die Schauspielerin, weil ihre Drehtermine mit Theaterproben kollidierten. Doch mit dem Film „Aimée und Jaguar“ begann 1998 ihre steile Kino-Karriere. Köhlers jüngster Film „Zwei Leben“ kam in die Endauswahl der neun besten ausländischen Produktionen für die Oscar-Nominierung. Ans Residenztheater ist Juliane Köhler schon vor Jahren zurückgekehrt. Nun spielt sie hier in der Inszenierung von Amélie Niermeyer in Shakespeares „Was ihr wollt“ die schiffbrüchige Viola, die als Mann verkleidet im fremden Illyrien Diener des Herzogs Orsino wird. » weiterlesen




