25 Jahre politische Satire in MünchenWilde 80er abseits der Comedy
1988 war für München ein großes Jahr der Kleinkunst. „Hiebe in die Saiten der Kohl-Ära“ hieß eines der vielen Programme, ein anderes schaltete auf „Blackout“. Aus einem Schülerkabarett hervorgegangen war eine neue Formation, die sich „Fernrohr“ nannte und in jenem Jahr „Schwarzgeräuchertes“ servierte. Christian Springer und Helmut Schleich waren die Protagonisten. Rückblick auf ein vergessenes Jubiläum. » weiterlesen
Kunst am Parkhaus Ost
Hallo Wien? Teddy Podgorski bitte melden?!
„Die Mona Lisa in München“ im Valentin-Karlstadt-MusäumHundert Gesichter (und ein Hintern) einer rätselhaften Frau
Sie ist für alles gut. Die Ikone der abendländischen Kunst, die Mona Lisa, muss alles mitmachen, auch den größten Blödsinn. Seit ihrer Erschaffung durch Leonardo da Vinci vor mehr als 500 Jahren wird das berühmteste Gemälde der Welt immer wieder kopiert, zitiert, verfremdet, umrätselt, verunstaltet, attackiert, für alle möglichen und unmöglichen Zwecke verwendet. » weiterlesen
Lorna Simpson im Haus der KunstSie wägt ab, selbst bei "Public Sex"
„Ist sie schön wie ein Bild, klar wie ein Kristall, rein wie eine Lilie, schwarz wie Kohle oder scharf wie eine Rasierklinge?“ Zu dieser Suggestivfrage zeigt Lorna Simpson fünfmal dasselbe Bild: den Hinterkopf einer schwarzen Frau. In ihrer frühen Arbeit „20 Fragen“ von 1986 jongliert die New Yorker Künstlerin (geboren 1960) herausfordernd mit Geschlechts- und ethnischen Stereotypen. In ihren Fotoarbeiten, Filmprojektionen und Collagen balanciert Simpson mit den Gewichten von Identität und Gedächtnis, Fakt und Fiktion und setzt die Gemengelage immer wieder neu zusammen. Jetzt zeigt das Haus der Kunst ihr Werk, in dem sie den konzeptuellen Ansatz häufig mit performativen Elementen umsetzt, in einer konzentrierten Retrospektive. » weiterlesen
Tür zum Rock'n'Roll
Interview mit Cornelia Froboess zum ihrem 70. Geburtstag"Was will ich sagen mit der Figur? - Das ist das einzige, was zählt"
Eigentlich ist es unhöflich, statt Cornelia Froboess nur „die Froboess“ zu sagen. Doch für Schauspieler ist das ein Adelsprädikat: Ihr Name wird Synonym für große Kunst. Die erlebt man, wenn die Froboess auf der Bühne steht. Anfang der 50er Jahre sang die kleine Cornelia als Kinderstar den Nachkriegsdeutschen mit „Pack' die Badehose ein“ Freizeitwonne ins Herz. In den späten 50ern und frühen 60ern rockte sie als Teenie-Schlagerstar Conny mit Peter Kraus die Kinos und Hitparaden. Und begann gleichzeitig mit einem Schauspielstudium ihre dritte, größte Karriere im Theater - weg von Starruhm und Showglamour, hin zur Suche nach wahrhaftem Ausdruck. » weiterlesen
Fußbad für die Ohren
Konzeptkünstler Richard Artschwager im Haus der KunstWeg mit dem Zweck und her mit dem Blp!
Ein Date kann eine haarige Angelegenheit sein. Richard Artschwager (geboren 1923) bringt es in seiner Skulptur „Double Diner“ auf den Punkt: Er baute sie 1988, in Anlehnung an die Möblierung amerikanischer Diner, als zusammenhängende Garnitur aus Tisch und Sitzen, so eng, dass man schon beim Anschauen Platzangst bekommt. Da wird Unterhaltung zur Zwangsveranstaltung, aber damit nicht genug: Sitze und Lehnen sind bezogen mit gummierten Haaren und somit kratzig und ein bisschen eklig – obendrauf würde Meret Oppenheims Pelztasse passen. » weiterlesen






