Theater
"Der falsche Inder" am VolkstheaterMinga mog den Simplicissimus des 20. Jahrhunderts
Zum Glück gibt es das arme Theater. Und Häuser, die diesen fantasievollen Minimalismus pflegen. Das lässt einen nach aufwändigen Ärgernissen wie Bieitos „Kirschgarten“ und Thalheimers „Sommernachtstraum“ sowie Seidls „Bösen Buben“ wieder an die Kraft des Theaters glauben. Mit ihrer Romanadaption „Der falsche Inder“ sorgt Regisseurin Nicole Oder im Volkstheater für den versöhnlichen Ausklang einer Saison, in der die Kammerspiele und das Resi fast nur Mittelmaß und Enttäuschungen boten. » weiterlesen
"Götterdämmerung" eröffnet OpernfestspieleWenn Menschen und Götter gerade noch die Kurve kriegen
Die Bayerische Staatsoper eröffnet mit „Götterdämmerung“ in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg ihre Opernfestspiele 2012 und beschließt damit ihre Neuauflage der Ring-Tetralogie Richard Wagners. » weiterlesen
Die Wagner-Frauen als MusiktheaterDachschaden Wallhall im Haus der Kunstmusik - zwischen Euphorie und Niedergang
"Rund um den Ring", das Rahmenprogramm der Münchner Opernfestspiele 2012, zeigt mit "Wagnerin. Ein Haus der Kunstmusik" ein Musiktheater zur Erbfolge der Bayreuther Festspieldynastie. Ein hintersinniges Spektakel über gute und schlechte Zeiten mit den großen Frauen im Hause Wahnfried. » weiterlesen
"Das schlaue Füchslein" im PrinzregententheaterBaumschule mit Unterrichtsfach Vaudeville
Es geht ein großer Reiz aus vom schlauen Füchslein. Leos Janacek ist dem auf jeden Fall erlegen und er soll seine mährische Sommernachtstraum-Musik um die "Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf" - so der Titel der vorausgehenden Novelle von Rudolf Tesnohlidek - auch für seine beste Oper gehalten haben. Über den herausragenden kompositorischen Stellenwert herrscht eitel Einigkeit. Deutliche Differenzen liegen jedoch in der Einschätzung und Bewertung des Librettos. » weiterlesen
Luisenburg-Chef Lerchenberg zum Saisonstart"In Bayreuth spielt man auch nur Stücke von einem Sachsen"
Eröffnet wird mit einem Klassiker: Mit Shakespeares "Romeo und Julia" feiern die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel am heutigen Freitagabend Eröffnungspremiere. Michael Weiser sprach mit Intendant Michael Lerchenberg über griechische Beziehungen zur Luisenburg, Shakespeares Naturbühnentauglichkeit, fränkische Vorwürfe und Leuchttürme in Oberfranken. » weiterlesen
"Sommernachtstraum" im ResidenztheaterGewaltbereit und schneller Zugriff - nach einer Viertelstunde hat man's begriffen
Wir wissen das schon lange: Shakespeares Komödien sind nicht heiter. Wenn ihr vergiftetes Happy End Liebende mit dem Objekt ihrer Begierde ehelich verschweißt, ist das die schlimmste Strafe. Denn die Illusion der Liebe ist längst betrogen, verraten und verkauft. Der hochgehandelte Regisseur Michael Thalheimer führt das bei seiner ersten Münchner Inszenierung am Residenztheater nochmal drastisch vor. » weiterlesen
Neuer "Signalraum" im Haidhauser EinsteinWetterbericht ohne Eitelkeiten, freundlicher Sog, jaulender Keilriemen
Der australische Komponist Thomas Meadowcraft und der Münchner Cellist Mathis Mayr eröffnen „Surrounded-Aktionstage“ des neu gegründeten „Signalraum“ im Haidhausener Kulturzentrum Einstein. » weiterlesen
Pink Mama im i-campBegleitservice im einsamen Baumwollfeld
Worum geht's dem Pink Mama Theatre? Die Typographie ihrer Programmheftchen verdeutlicht es: eine Schreibschrift, übersät mit winzigen Herzchen, die das Lesen fast unmöglich machen. Also klar: Es geht um Liebe, um schwule Liebe. » weiterlesen
Avenue Q im Deutschen TheaterErstaunlich scharf - und nicht nur komisch
Die meisten Bewohner der Avenue Q haben keinen Unterleib - dafür sind einige aber doch erstaunlich scharf auf Sex. Dass sie mit ihren großen Klappmäulern verblüffend den Figuren der Sesam-Straße ähneln, ist kein Zufall. Bobby Lopez und Jeff Marx nahmen Jim Hensons Puppen aus „Sesame Street“ und der „Muppet-Show“ als Vorbilder für ihr Puppetmusical „Avenue Q“, das ab 2003 am New Yorker Broadway Triumphe feierte. » weiterlesen
Lausunds "Der Weg zum Glück" in der Halle 7Isoliert im zerlegten Ich
Irrwege eines Leerläufers: Im Einmannstück "Der Weg zum Glück" nimmt Ingrid Lausund die geschäftige und gleichwohl orientierungslose Suche nach dem Lebenssinn aufs Korn, absurd, tragisch - und komisch. In der Halle 7 ist das Stück heute, am Donnerstag, und noch zwei weitere Male zu sehen. » weiterlesen

