Archiv

Theater

Duo Malediva im LustspielhausTräume mit Altersflecken und erlesene Bosheit auf der Pyjama Party

von Gabriella Lorenz am 21.04.2012

Malediva machen es sich bequem: Nach 15 Jahren Sitzens auf Barhockern legen sie sich für ihre „Pyjama Party“ ins Doppelbett. Im Lustspielhaus läuft aber nicht ab, was man sich lüstern unter einer Pyjama-Party vorstellt. Sondern der perfektionierte Beziehungs-Zoff, den Lo Malinke und Tetta Müller als Markenzeichen kultiviert haben.     » weiterlesen


Milo Rau über sein Gastspiel bei "Radikal Jung":"Hate Radio" - eine Massenmörderin mit Mikrophon

von Michael Weiser am 20.04.2012

Pop, Comedy, frisierte Nachrichten - und eine Hetzkampagne, die in Massenmord mündete: Der Radiosender RTLM spielte 1994 beim hunderttausendfachen Völkermord von Ruanda eine bis heute unbegreifliche Rolle. Der Schweizer Regisseur und Autor Milo Rau hat mit seinem "International Institute of Political Murder" die Geschichte des "Hate Radio" in ein Doku-Drama gefasst. Am 23. und am 24. April ist "Hate Radio" beim Festival "Radikal Jung" in München zu sehen. Der Kulturvollzug sprach mit Milo Rau.     » weiterlesen


René Pollesch an den KammerspielenKein großes Thema, dafür Gegacker in Endlosschleife

von Gabriella Lorenz am 17.04.2012

Dieser Autor und Regisseur hat ein Problem: Ihm fehlen die Themen. Aber so erfinderisch, wie René Pollesch seit 1999 deutschsprachige Bühnen mit seinem philosophischen Geschwurbel  überzieht, macht er natürlich daraus wieder ein Thema. Seine Uraufführung „Eure ganz großen Themen sind weg!“ dreht sich um das Fehlen der großen Themen Liebe, Tod, Gier – und der Kreativität. Vor allem Letzteres  ist optisch opulent und inhaltlich mehr als dürftig zu bestaunen in den Kammerspielen.     » weiterlesen


Theatergruppe "ImPuls" zu Gast im TeamtheaterUnd nach dem Krieg wird weiter gekämpft

von Gabriella Lorenz am 05.04.2012

„Ich gebe dem Krieg keine Schuld. Der Krieg ist in Ordnung. Er fehlt mir.“ Das sagt  Soldat Danny, der mit 25 aus dem Nahost-Krieg heimkehrt. In England wartet ein subtilerer Krieg auf ihn – Danny kann mit seiner Umwelt nicht mehr  umgehen. „Posttraumatische Belastungsstörung“  heißt das. Der Brite Simon Stephens (41) schrieb darüber 2006  sein Drama „Motortown“.     » weiterlesen


Bilanz eines kleinen Fassbinder-FestivalsEhrung für den lange verkannten Helden

von Gabriella Lorenz am 04.04.2012

Die vorgezogenen Ehrungen zum 30. Todestag des Film- und Theatermachers Rainer Werner Fassbinder am 10. Juni zeigten, wie sehr sein Werk seine Kollegen inspiriert - heute mehr dann je.     » weiterlesen


"Der einsame Weg" am AkademietheaterSchnitzler im Schnelldurchlauf: Atemloses Gewusel

von Michael Weiser am 28.03.2012

Schnitzler geschnetzelt: Johanna Wehner dampft Arthur Schnitzlers Fünfakter "Der einsame Weg" am Akademietheater auf 60 Minuten voller Slapstick ein. Das ist ganz unterhaltsam, eine Frage jedoch lässt die junge Regisseurin offen: Was hat das gleich nochmal mit Schnitzler zu tun?     » weiterlesen


Kritik zu "Unendlicher Spaß"David Foster Wallace am Volkstheater: Ausufernde Gesellschaftscollage mit Löchern

von Jan Stöpel am 23.03.2012

"Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace gilt als eines der verwirrendsten Massive in der amerikanischen Literaturlandschaft. Am Volkstheater machte sich Bettina Bruinier auf die verwegene Expedition, dieses Text-Konvolut auf die Bühne zu bringen - und verirrte sich im Dickicht der Handlungsstränge und Bilder.     » weiterlesen


München feiert Rainer Werner Fassbinder„Nur wenn man das bürgerliche Theater auf die Spitze treibt, geht es kaputt“

von kulturvollzug am 23.03.2012

Am 10. Juni 2012 jährt sich Rainer Werner Fassbinders Tod zum 30. Mal. Eine Biografie erscheint, das Residenztheater ehrt ihn mit einem Festival im Marstall und der Kulturvollzug blickt zurück auf das unruhige Jahr 1968: Viele Jugendliche versammeln sich auf der Straße, junge Regisseure wie Peter Zadek und Claus Peymann proben den Aufstand, und Fassbinder, damals 23 Jahre alt, legt die Axt an das scheinbar morsche Gebälk der Schauspielkunst. Ein Artikel von Karl Stankiewitz aus dem Jahre 1970.     » weiterlesen


Zur Premiere im Volkstheater"Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace auf der Bühne - Zwischen Genie und Wahnsinn

von Gabriella Lorenz am 22.03.2012

Die trauen sich was: Regisseurin Bettina Bruinier und Dramaturgin Katja Friedrich sind Spezialistinnen für Romanadaptionen, aber so ein Mammutbuch wie "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace ist eine extreme Herausforderung. Hauptdarsteller Justin Mühlenhardt gibt verschämt zu, er habe nicht mehr als 200 der 1500 Seiten geschafft. Auch die wenigsten Zuschauer werden das hochkomplexe, schwer verständliche Zeitgeist-Monumentalepos komplett gelesen haben. Ob daraus auf der Bühne eine plausible Geschichte wird, muss sich heute im Volkstheater zeigen.     » weiterlesen


Thalia-Inszenierung "Draußen vor der Tür"Der universelle, heimatlose Soldat

von Michael Weiser am 20.03.2012

Schulklassiker, von Schiller und Goethe mal abgesehen, haben es schwer im zeitgenössischen Theaterbetrieb. Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür" etwa, der große Erfolg der Nachkriegszeit wird kaum mehr gespielt. Dass in dem bekannten Stück mehr steckt als die zu erwartende Parallele zum Krieg in Afghanistan, zeigte jetzt Luk Perceval, der mit seiner Hamburger Inszenierung für einen Abend an den Kammerspielen Station machte.     » weiterlesen


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