Theater
"Showcase Beat Le Mot" im Marstall: Interview zum Abschluss eines Berliner Experiments in München
Sechs Wochen lang haben sie den Marstall besetzt und durften ihn nach eigener Wahl bespielen. Der neue Residenztheater-Intendant Martin Kusej hat Ungewöhnliches gewagt und das Berliner Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot als Künstler „in residence“ eingeladen. Sie zeigten ihre Inszenierungen „Räuber Hotzenplotz“ und „1534“, holten zwei polarisierende Gastspiele und veranstalteten ein Performance-Wochenende. » weiterlesen
Die Wells und Wittenbrink in der Kammerspielen: Ein Familien-Best-of mit hinreißendem Charme
Nach der Trennung der Biermösl Blosn war die Spannung besonders groß: Was macht die Well-Familie ohne den Hans, noch dazu in den Kammerspielen, wo ihnen einst der Durchbruch gelang? Gemeinsam mit Regisseur Franz Wittenbrink ist nicht wirklich ein Theaterabend entstanden. Aber einer, der großes Vergnügen bereitet. » weiterlesen
Markus Bauers "stehende gewässer" in der Halle 7: Pension zur schlechten Aussicht
Hoffnungslosigkeit in der Halle 7: Markus Bauers preisgekröntes Stück "stehende gewässer" erlebt eine Uraufführung, die trotz guter Schauspieler eine entscheidende Frage offenlässt: Worin besteht die Alternative zum vertanen Leben? » weiterlesen
Hans Henning Paars letzter Tanzabend für den Gärtnerplatz: Manchmal wurde auch getanzt
Wenn Ballettchef Hans Henning Paar nach fünf Jahren seinem Intendanten Ulrich Peters nach Münster folgt, geht am Gärtnerplatztheater ausnahmsweise einmal keine Ära zu Ende. Zu unterschiedlich war das, was Paar und seine Compagnie angeboten hatten: zumeist gefällige Virtuosität, oft heiter, dann wieder verstörend in ihren verwirrend bedeutungsschwangeren Inhalten. » weiterlesen
Geschwister Well ordnen sich neu in den Kammerspielen: Mit dem Schürhaken auf den kleinen Stofferl
Als Kinder haben sie dieses Lied gehasst: Das bekennen Moni und Stofferl Well unisono. Und doch ist „Fein sein, beinander bleibn“ jetzt der Titel eines Hausmusikabends, den sechs der 15 Well-Geschwister mit Regisseur Franz Wittenbrink an den Kammerspielen erarbeiten. Da sind sie nicht die Biermösl Blosn oder die Wellküren, sondern spielen eine Familienaufstellung der besonderen Art: ohne Hellinger-Therapie, dafür mit viel Musik. Diesen Sonntag ist Uraufführung. » weiterlesen
"Schwerer als Luft" im Schwere Reiter: Musiktheater über die Sehnsucht nach dem Himmel - nur noch heute am Sonntag
Sie machen die harte Bodenarbeit: Sie be- und entladen die Flugzeuge. Aber auch diese Männer träumen vom Fliegen. Und besingen diesen Traum sogar. Zwölf Loader haben neben ihrem Knochen-Job ein Jahr lang geprobt, um als Sänger-Darsteller das Musiktheater „Schwerer als Luft“ von Komponistin Nélida Béjar (32) und Björn Potulski (Libretto, Regie) zur Uraufführung zu bringen. Die fand standesgemäß am Flughafen München statt, in einer Halle am Rollfeld, mit Blick auf die Flugzeuge. Bis diesen Sonntag wird die Aufführung im Schwere Reiter gespielt. » weiterlesen
Staatsballett mit modernen Klassikern und Versen von Wondratschek im Prinze: Fish, Chips und Cappuccino
Zwei englische und ein italienischer Choreograf bestreiten den neuen vierteiligen Abend des Bayerischen Staatsballetts. Der Mix ist unvernünftig – und macht daher relativ viel Spaß. » weiterlesen
Ein Ring, sich zu finden: Andreas Kriegenburg über seine Wagner-Erfahrung
Die Wagner-Stadt an sich ist Bayreuth. Doch den großen Fang hat München gemacht. Ab 4. Februar inszeniert Andreas Kriegenburg, einer der bedeutendsten deutschen Regisseure, Richard Wagners Opernmassiv "Der Ring" - ein Jahr vor Frank Castorfs Jubiläums-"Ring". Kriegenburg sprach mit dem Kulturvollzug über seine Zuneigung zu München und seine späten und um so intensiveren Erfahrungen mit Wagner. » weiterlesen
Märtyrer aus Solidarität: Stückl inszeniert Hochhuths "Stellvertreter"
Was war das für ein Skandal, als Erwin Piscator anno 1963 „Der Stellvertreter“ in Berlin uraufführte. Da bezichtigte der Schriftsteller Rolf Hochhuth den 1958 verstorbenen Papst Pius XII. der Mitschuld am Holocaust – wegen dessen Schweigen zum Völkermord an den Juden. Volkstheater-Chef Christian Stückl wagt jetzt eine Inszenierung in München. » weiterlesen
Showcase Beat Le Mot im Marstall: Postdramatischer Performancewirbel mit Flagellationsmaschine und ein bisschen Mittelalter
Die Wiedertäufer hatten eine soziale Utopie: Gleicher Besitz für alle, freie Liebe, Vielehe, Massenorgien, Drogen – man denkt an Hippiekommunen. Nur war's im Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit zu früh dafür. » weiterlesen

