Theater
Wagners "Siegfried" an der StaatsoperBuntes Treiben nach Western-Art - Des Dramas dritter Teil
So langsam kommt die Zielgerade in Sicht. Doch zunächst einmal galt es, die dritte Runde zu bewältigen. Nach "Rheingold" und "Walküre" stand das ambitionierte Regieteam des Münchner "Ring"-Experiments vor seiner wohl schwierigsten Aufgabe. Denn in "Siegfried", dem Scherzo von Wagners Tetralogie, sollte es nicht damit getan sein, banale Episoden banal nachzuerzählen. » weiterlesen
Tschechows "Kirschgarten" am ResidenztheaterViel Theatergetöse um Sex und Gewalt
Der Katalane steht im Ruf eines Schock-und Skandal-Regisseurs. Den löste Calixto Bieito mit seinem "Kirschgarten" nicht ein. Aber seine Lieblingsthemen Sex und Gewalt - vor allem in ihrer permanenten Vermischung - dominieren die Inszenierung, und etwas Theaterblut schmuggelt er homöopathisch auch ins Tschechow-Drama. » weiterlesen
Verdis „Falstaff“ vom GärtnerplatztheaterUlrich Peters' Farewell - ein Geschenk an München
Ein Abschied, der eindringlich zeigte, wozu das Gärtnerplatztheater fähig ist. Intendant Ulrich Peters, der das Haus verlässt, um in Münster sein Glück zu versuchen, inszenierte Verdis „Falstaff“. Und wenn auch die szenischen Effekte an der Oberfläche blieben: Was die musikalische Seite betrifft, gelang eine bemerkenswert schlüssige Aufführung. » weiterlesen
Faustmarathon in der ReithalleIm Jagdgalopp durch das Faust-Doppelpack
Ach, wie viele „Fäuste“ haben wir schon gesehen! Aber fast immer nur Teil I mit der Gretchen-Tragödie. An Goethes komplettes Monumentalwerk „Faust I und II“ im Doppelpack wagt sich kaum einer. Peter Stein legte im Jahr 2000 mit seiner ungekürzten Mammut-Inszenierung die Rekordlatte auf 20 Stunden Spieldauer. Nicolas Stemann brachte es letztes Jahr immerhin auf acht Stunden. Dass es auch in gut zweieinhalb Stunden (inklusive Pause) geht, beweist der Regisseur Ioan C. Toma mit seiner freien Produktion „Faust, die Frauen und das Wasser“ in der Reithalle. » weiterlesen
Münchner Biennale im GasteigBeklemmend eigenartig
Halbzeit in der Reihe der Biennale-Kurzevents. Bei "Nucleus 6" im Foyer des Gasteig performierten ein weißer Butoh-Body und ein weltenirrender Sänger zur Musik von Nikolaus Brass.
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Kabarett im FraunhoferHolger Paetz im Zug nach Nirgendwo
Er wurde vom Kontrolleur aus dem Zug geschmissen, weil - ja, das verrät Holger Paetz erst gegen Ende seines neuen Programms „Ganz fest loslassen“. Jetzt steht er mit Rucksack und Gitarre in der Pampa, wo ICEs nicht halten. Was ihm eigentlich wurscht ist. Er will eh abhauen, egal wohin, alles hinter sich lassen. Die Schwierigkeiten und Zwickmühlen dabei füllen zwei unterhaltsame Kabarettstunden im Fraunhofer-Theater. » weiterlesen
Augsburger Puppenkiste vor TV-ComebackAuch der Seehofer-Zwerg wartet auf das neue Lummerland
Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will die Augsburger Puppenkiste wieder im TV sehen. Und BR-Intendant Ulrich Wilhelm lässt neue Formate mit den kultigen Figuren prüfen. Theater-Chef Klaus Marschall freut sich und erklärt, dass er bereits „viele verschiedene Ideen“ für etwas ganz Neues habe. » weiterlesen
Theater Viel Lärm um NichtsWie Robert Walser gewesen sein könnte
Von Eichendorffs zauberhaftem "Taugenichts" hat er sich nach 26 Jahren gerade verabschiedet. Aber eine neue Bühnenfigur wird den Schauspieler Gerd Lohmeyer sicher lange begleiten: Robert Walser » weiterlesen
Zum Abschluss von "Radikal Jung""Felix Krull" - Publikumssieg für einen charmanten Hochstapler
Acht Tage "Radikal Jung" am Münchner Volkstheater, acht Tage lang Appetithappen fürs Theater in Gestalt feiner Produktionen Junger Regisseure aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Am Ende siegte in der Publikumsgunst ein alter Bekannter: Nach 2010 holte Bastian Krafft mit seinem "Felix Krull" zum zweiten Mal den Preis der Zuschauer. Mit hauchdünnem Vorsprung auf den Dresdner Beitrag: Jan Gehlers "Tschick" begeisterte mit einfachen, aber präzis und phantasievoll eingesetzten Mitteln. An ihn wurde erstmals ein zweiter Preis überreicht. Und er wird am Volkstheater ein Stück inszenieren. Eine weitere gute Nachricht: Auch nach dem Ausstieg von E.on soll es 2013 wieder ein "Radikal Jung" geben. » weiterlesen
Uraufführung "Built to Last" - Die KritikDer Umgang mit der monumentalen Bedrohung der Ewigkeit bleibt offen
Nun ist auch das Tanztheater in den Kammerspielen angekommen: Mit der Uraufführung "Built to Last" sucht die amerikanische Choreografin Meg Stuart nach den Stolpersteinen im Umgang des kleinen, vergänglichen Menschen mit für die Ewigkeit gebauten Monumenten. » weiterlesen

