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Theater

"Puzzleteile im Wind" zu Gast im TamS-TheaterWer sucht, kann sich auch mal verlieren

von Gabriella Lorenz am 20.03.2012

Cari bintang ist indonesisch und bedeutet: Sterne suchen. Auf Sternensuche im Universum kann man leicht in einem kosmischen Sturm ein Teilchen seiner selbst verlieren, das dann nicht mehr wiederzufinden ist. Es reicht aber auch ein irdischer Gefühlssturm, damit eine Frau danach mühsam ihre „Puzzleteile im Wind“ zusammenhaschen muss. Ob sie dabei einen Stern findet, lassen Urte Gudian und Ardhi Engl in ihrer neuen Tanz-Theater-Musik-Performance zu Gast im TamS offen.     » weiterlesen


Butoh-Tanz im i-campIm Krebsgang durchs Schilf, Rückkehr zum Ich - was für eine Feier!

von Michael Wüst am 19.03.2012

Eine Sternstunde des dunkelsten Tanzes, Ankoku-Butoh war mit „Cabras“ im i-camp zu erleben. Es waren nur einige Halme an der Rückseite der Bühne. In lichtlosem Schilf an blinden Gewässern, einer Genesis-Allnacht gleich, entstand ein Tanz von und mit Alessandro Pintus. Eine Geburt.     » weiterlesen


Uraufführung im Cuvilliés - die KritikKroetz' "Requiem für ein liebes Kind": Blick in Abgründe

von Jan Stöpel am 19.03.2012

Wie kann man einem Menschen so viel Schlimmes antun? Franz Xaver Kroetz Stück "Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind" nimmt einen realen Fall von Kindesmissbrauch zum Vorbild. Am Münchner Staatsschauspiel wurde das Drama in der Regie von Anne Lenk nun uraufgeführt - als eindrückliches Spiel, das in bleierner Atmosphäre um das Böse im Menschen kreist.     » weiterlesen


Zur Kroetz-Premiere am ResidenztheaterEndlos-Spirale nach unten - und die Frage, ab wann man schuldig ist

von Gabriella Lorenz am 18.03.2012

Franz Xaver Kroetz gibt dem Schrecken eine Stimme: Als Reaktion auf den ungeklärten Kindermord an dem fünfjährigen Pascal 2001 in Burbach schrieb er „Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind“. Dass das Stück zehn Jahre nach der Entstehung im Residenztheater doch noch uraufgeführt wird, überrascht den Autor selbst.     » weiterlesen


Wagners Walküre an der Bayerischen StaatsoperWann kommen wir aus dem Bilderwald?

von Alexander Strauch am 18.03.2012

Mit der Walküre setzt die Bayerische Staatsoper ihren Ringzyklus in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg und ihrem Hausdirigenten Kent Nagano fort. Hier die Eindrücke von der Zweitaufführung.     » weiterlesen


"Tohuwabohu" im Schwere ReiterNetzflüchter im Wollfadenweb reflektieren über nicht erkennbares Chaos

von Michael Wüst am 11.03.2012

Tohuwabohu, hebräisches Wort der Genesis, bedeutet größtmögliche Unordnung. Im Schwere Reiter lieferten Studenten der Hochschule für Musik und Theater und der Theaterakademie August Everding bei ihrer "szenisch-musikalischen Reflexion" unter diesem Titel allerdings weniger ein Chaos ab, als dass sie ein vermeintlich solches kritisch kreativ betrachteten: Das Web und seine Nutzer, die Generation "Gefällt mir".     » weiterlesen


Münchner Erstaufführung von Detlev Glanerts Oper "Joseph Süß" am Gärtnerplatz: Keiner bleibt unbefangen

von Volker Boser am 05.03.2012

Obwohl die Story alles enthält, was im Zeitalter schnell verderblicher TV-Unterhaltung für Quoten sorgt, traut sich keiner mehr so recht an sie heran. Schuld daran ist Veit Harlans unsäglicher Film „Jud Süß“, der im Gegensatz zu Lion Feuchtwangers literarischer Annäherung auf perfide Weise die Persönlichkeit des 1738 in Stuttgart hingerichteten „Hofjuden“ Joseph Süß verzerrte, damit sie den Zielen der NS- Propaganda entsprach. Detlev Glanerts Oper, die jetzt am Gärtnerplatztheater ihre Münchner Erstaufführung erlebte, hält dagegen: Sie rehabilitiert einen ungemein wirksamen Theaterstoff und erzählt die Geschehnisse um den cleveren Kaufmann und Finanzjongleur am Hof des württembergischen Herzogs Karl Alexander in knappen Skizzen.     » weiterlesen


"ETA" und Gert Neuner sind zurück, mit Verblüffendem und Wüstem - nur zu verstehen gibt es nichts

von Gabriella Lorenz am 04.03.2012

Von der Decke hängt ein meterlanges rundes Technik-Ding: Riesenbohrer oder Betonmischer? Es entfaltet sich dann zu gestapelten Mülltonnen, die prasselnd Bauschutt entlassen, auch auf einen hilflos an der Aufzieh-Vorrichtung hängenden Bauarbeiter. Ein starkes, komisches Bild in „Fuck it square“ im i-camp. Sowas kann der Szene-Veteran Gert Neuner, der von 1983 bis 2008 mit seinem ETA-Theater jährlich ein rätselhaftes Projekt inszenierte. Nach vier Jahren Pause meldet sich das ETA zurück - mit dem wohl Wirrsten, das Neuner je ersonnen hat.     » weiterlesen


Theatermasken von Wolfgang Utzt in München: Durch Verbergen deutlich machen

von Achim Manthey am 04.03.2012

In der Ausstellung "In Masken geht die Zeit" präsentiert das Deutsche Theatermuseum in München eine Werkschau mit Theaterarbeiten des Maskenbildners Wolfgang Utzt: So viel Geheimnis sollte öfter kommen.     » weiterlesen


"Intimate Stranger" in der Schauburg: Sechs Männer mit Macken sind witzig und bezaubernd

von Gabriella Lorenz am 01.03.2012

Sechs Männer, sechs Apartment-Türen, ein Treppenhausflur, ein Lift. Was die Choreografin Johanna Richter und ihr Ensemble in „Intimate Stranger“ daraus zaubern, hat soviel Witz und Situationskomik, dass man am Ende alle diese vertrauten Fremden - die anonymen Nachbarn - gut zu kennen glaubt.     » weiterlesen


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