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Theater

Uraufführung "Built to Last"Die Choreografin Meg Stuart in ihrer ersten Produktion für die Kammerspiele

von Gabriella Lorenz am 30.04.2012

Denkmäler und monumentale Gebäude sind für die Ewigkeit gebaut, auch wenn sie dann meist nur ein paar Jahrhunderte währt. Trotzdem konfrontieren Monumente uns mit der Vergangenheit, rufen Erinnerungen wach und wollen in die Gegenwart integriert werden. Wie das alles funktioniert, damit beschäftigt sich die amerikanische Choreografin Meg Stuart in den Kammerspielen.     » weiterlesen


Der Faust aus Jena bei "Radikal Jung"Testesteron allein trägt auch nicht

von Gabriella Lorenz am 29.04.2012

Welch hübscher Zufall: Peter Stein referierte im Gasteig über sein Verständnis von Goethes "Faust", dessen beide Teile er 2000 ungekürzt in zwanzig Stunden inszeniert hat. Gleichzeitig zeigte das Theaterhaus Jena im Volkstheater seinen "Faust" - der hätte Peter Stein kaum gefallen.  Aber beim Festival "Radikal Jung" erwartet man nicht Werktreue, sondern frischen Zugriff. Und da sah die Inszenierung von Moritz Schönecker bei aller Postmodernität eher alt aus.       » weiterlesen


„Tzaddhik“ von Terry Swartzberg auf dem Friedhof"Wir müssen nicht pazifistisch sein, sondern aggressiv für den Frieden"

von Michael Grill am 28.04.2012

Es ist ein Einakter in sechs Szenen und es nennt sich „Kriegsburleske“: Das Theaterstück „Tzaddhik“, geschrieben von dem Münchner Terry Swartzberg, in dem Terry Swartzberg die Grausamkeit der Menschen anprangert und den Zuschauer zur Arbeit an der persönlichen „Erinnerungskultur“ motivieren will. Unter der Regie von Barry Goldman wurde das Stück in den letzten Wochen auf Friedhöfen in Augsburg, Stuttgart, Nürnberg und Hamburg aufgeführt. Vor der Rückkehr nach München an diesem Wochenende sprachen wir mit Autor Swartzberg.     » weiterlesen


Ilay den Boers Performance bei "Radikal Jung""This is my dad" - viele Fragen, ein Thema

von Michael Weiser am 28.04.2012

Dokumentation oder Fiktion: In seiner Performance "This is my dad" erforscht Ilay den Boer bei "Radikal Jung" im Volkstheater  die eigene Familiengeschichte und greift tief in die Trickkiste des Theaters.     » weiterlesen


Wolfgang Herrndorfs Roman auf der BühneDresdener Tschick bei "Radikal Jung" - Hinreißender Roadmovie

von Michael Weiser am 27.04.2012

Die Adaption eines Jugendroman, die im Volkstheater alle Alterklassen begeisterte: Jan Gehlers Dresdener Inszenierung von Wolfgang Herrndorfs Roman "Tschick" überzeugte bei "Radikal Jung" mit einfachsten Mitteln. Bestes Theater, dessen größter Aufwand in der kleinen, feinen Geste liegt.     » weiterlesen


Fil im LustspielhausGeh nicht vorbei, hinter der Schale ist ein Ei

von kulturvollzug am 27.04.2012

Er kommt auf die Bühne und ist unfassbar. Unfassbar lustig, unfassbar listig, unfassbar schlau und unfassbar anders. Ein Feuerwerk an frechen, hochphilosophischen, munteren, leichtfüßigen, klugen, absurden und über die Maßen komischen Nummern, die Fil da aus dem Ärmel schüttelt.     » weiterlesen


Milo Raus Reenactment zum Genozid in Ruanda"Hate Radio": Massenmörder am Moderatorentisch

von Michael Weiser am 24.04.2012

So viel derart gedämpften Beifall hat man im Volkstheater selten gehört: Das Doku-Drama "Hate Radio" des Schweizers Milo Rau verstörte bei "Radikal Jung" die Zuschauer regelrecht. Ein eindrucksvolles Stück Reenactment über den Völkermord der Hutu an den Tutsi in Ruanda, in dem ein Radiosender eine fatale Rolle spielte.     » weiterlesen


"Korijolanusz" bei "Radikal Jung"Zum Stand der Demokratie: "Dann ändern wir halt die Verfassung"

von Michael Weiser am 23.04.2012

Ist das wirklich Demokratie, wenn jeder seine Cocktailkirsche oder ausreichend Oliven erhält? In "Corijolanusz", einer Inszenierung des Budapester Hopp-Art-Theaters  nach William Shakespeares Römer-Drama, buhlen die Mächtigen um das Volk - und das Demos weiß mit der Demokratie nichts anzufangen. Ein sehenswerter Kommentar zum Zustand der Volksherrschaft in der Europäischen Union.     » weiterlesen


"Jiggy Porsche taucht ab" in den KammerspielenEin Plot geht baden - zwischen Langeweile, Spa und Neonazis

von Gabriella Lorenz am 23.04.2012

Wie mögen wohl die anderen Texte in der „Langen Nacht der neuen Dramatik“ 2011 an den Kammerspielen gewesen sein,  wenn Olivia Wenzel für ihre wirre Collage „Jiggy Porsche taucht ab“ den Förderpreis davontragen konnte? Zum Preis gehört eine Uraufführungs-Inszenierung. Mit der durfte sich im Werkraum der Regiedebütant Philip Decker erfolgslos abmühen. Hätten nicht die Schauspieler sehenswerte Miniaturen gestaltet, wäre das sinnfreie Szenen-Konglomerat so gnadenlos abgesoffen wie die „Titanic“.     » weiterlesen


Auftakt zum "Radikal Jung""Rocco und seine Brüder": Die Magie der begrenzten Mittel

von Jan Stöpel am 22.04.2012

Stummfilm zu Beginn, ein Wunderkoffer am Ende: Antu Romero Nunes jongliert zu Beginn von "Radikal Jung 2012" geschickt mit  Filmzitaten und schafft in seiner Adaption von Viscontis Film "Rocco und seine Brüder" mehr als eine Nacherzählung - ein Plädoyer für die Möglichkeiten des Theaters.     » weiterlesen


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