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Theater

Starker Start für Spielart mit "Before Your Very Eyes": Sieben Leben im Zeitraffer - "Oh Gott, werde ich auch mal so sein?"

von kulturvollzug am 20.11.2011

Gob Squad und Campo lassen in dem Stück "Before Your Very Eyes" sieben Kinder in 80 Minuten um 60 Jahre altern - ein fulminanter Auftakt des Spielart-Festivals im Carl-Orff-Saal des Gasteigs.     » weiterlesen


Schon Franziska zu Reventlow hatte ihre persönliche Finanzkrise. Ein Gespräch mit Jürgen Kuttner zur Uraufführung von "Der Geldkomplex" im Marstall

von Gabriella Lorenz am 19.11.2011

Mit der Finanzkrise kämpfte Franziska zu Reventlow ihr Leben lang. Geld hielt sich bei ihr nicht. Auch nach einer Scheinehe ging das Vermögen schnell bei einem Bankenkrach flöten. Ihre ewige Geldnot hat die legendäre Schwabinger Bohème-Gräfin 1916 satirisch in dem Roman „Der Geldkomplex“ verewigt. Nach Motiven daraus hat Jürgen Kuttner mit der Puppenspielerin Suse Wächter für das Residenztheater ein Stück geschrieben und inszeniert die Uraufführung selbst:  „Der Geldkomplex“ hat im Marstall Premiere, Kuttner spielt selbst mit.     » weiterlesen


Shakespeares Sturm tost in der Schauburg: Magier, Verbrecherpack und menschliche Bosheit

von Gabriella Lorenz am 17.11.2011

Dieser Sturm ist nicht natürlich, sondern von einem Menschen gemacht. Heute schaffen wir solche Stürme ganz unabsichtlich durch den von Menschen gemachten Klimawandel. Shakespeare musste dafür vor 400 Jahren noch Magie und Geister bemühen. Aber „Der Sturm“, den er in seinem Spätwerk entfacht, beutelt heftig die Hirne der Schiffbruchs-Opfer. Am nachhaltigsten das des zauberkundigen Verursachers Prospero, der am Ende auf seine magische Kraft verzichtet. Regisseur Beat Fäh, ein Meister des Minimalismus, inszenierte in der Schauburg ein klares, spannendes Spiel um Macht auf allen Ebenen.     » weiterlesen


Wucht, Ereignis, Triumpf, Verführung: "Der Weibsteufel" ist Kusejs erster richtiger Paukenschlag am Resi

von Gabriella Lorenz am 15.11.2011

Endlich ist Martins Kusejs Regiekunst auch im Münchner Resi-Repertoire angekommen. Nach seiner geschmerzt-gestelzten Schnitzler-Inszenierung zum Einstand und der aus Berlin übernommenen „Peggy Pickit“-Produktion, einer Schauspieler-Exercice am untauglichen Text, zeigt sich die Handschrift des neuen Intendanten bisher am deutlichsten in „Der Weibsteufel“.     » weiterlesen


Komödie im Bayerischen Hof: Auf der Suche nach dem verlorenen Hund

von Gabriella Lorenz am 14.11.2011

Wer dieses Stück zur Aufführung angenommen hat, den muss der Teufel geritten haben. Vermutlich in Gestalt eines Pudels. Und was mag Günther Maria Halmer bewogen haben, sich für einen seiner raren Bühnenauftritte auf solchen Schmarrn einzulassen? „Toutou“ heißt der entlaufene Hund, der im gleichnamigen Lustspiel von Daniel Besse und Agnès Tutenuit eine Ehekrise auslöst. Das freundlich gesonnene Premierenpublikum in der Komödie im Bayerischen Hof ließ die Darsteller den schwachen Text nicht entgelten.     » weiterlesen


SpielArt kommt: Ein Festival als Freiraum für Expertise, Protest und Gemeinschaft

von Gabriella Lorenz am 13.11.2011

Beinahe hätte das Erdbeben von Fukushima auch das Theaterfestival SpielArt ins Wanken gebracht. Es war fraglich, ob die japanische Regierung im Notstand noch Zuschüsse für zwei Gastspiele in München freigeben würde. Sie tat es. So kann die 9. Ausgabe des renommierten Avantgarde-Festivals im November mit zwei jungen Regisseuren aus Tokio eröffnen. Beide fragen: Wie wollen wir leben?     » weiterlesen


Schlicht und ergreifend: Die Arcis Vocalisten mit Monteverdis "L'Orfeo" in der Himmelfahrtskirche Sendling

von Clara Fiedler am 09.11.2011

Sie gilt als die erste Oper überhaupt (Uraufführung 1607), entstand zwischen Spätrenaissance und Frühbarock und ist so ganz anders als diese italienisch-dramatischen Schinken, die man heute als Opern bezeichnet: Claudio Monteverdis "L'Orfeo". Unter der musikalischen Leitung von Thomas Gropper führten die Arcis Vocalisten München das über 400 Jahre alte Werk in der Sendlinger Himmelfahrtskirche auf. Und trotz der eigentlich romantischen Schwere des Stoffes strahlt schon das Anfangsritornell diese wunderbare Leichtigkeit aus, der teils die Tonalität, teils diese zu dieser Zeit geforderte musikalische Klarheit zugrundeliegen. Es ist ein Ohrwurm, den man nicht mehr loswird.     » weiterlesen


"Frosch und die anderen" in der Schauburg: Eine Parabel im Kleinformat

von Gabriella Lorenz am 08.11.2011

Sei kein Frosch! Das heißt soviel wie: Mach mit! Sei nicht feige und ängstlich! Weder feige noch ängstlich, sondern unternehmenslustig und neugierig ist der Frosch, der in den Kinderbüchern des holländischen Autors und Zeichners Max Velthuijs die Hauptrolle spielt. Nach Geschichten von Velthuijs zeigt das Theater Pappmaché in der Regie des Schauburg-Hausherrn George Podt die Uraufführung „Frosch und die Anderen“ für Kinder ab 4. Ein bezauberndes Figurenspiel, dessen liebevolle Details auch Erwachsene entzücken.     » weiterlesen


Der Schauspieler Norman Hacker über Sesshaftigkeit, Veränderung und das Ankommen in München

von Gabriella Lorenz am 06.11.2011

Seine Antrittsrolle am Residenztheater hat er schon bravourös hingelegt: In "Zur Mittagsstunde" spielt Norman Hacker einen Durchschnittstypen, der als Überlebendern eines Amoklaufs zum Sektenguru wird. Nun ist er in Roland Schimmelpfennigs Vier-Personen-Stück "Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes" zu sehen. Die Uraufführungs-Inszenierung von Martin Kusej ist eine Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin. Norman Hackers Partner sind Sophie von Kessel als seine Frau, Ulrich Matthes und Maren Eggert als befreundetes Ehepaar. Gestern war die München-Premiere im Cuvilliéstheater. Der Kulturvollzug hat mit ihm gesprochen.     » weiterlesen


Castorfs "Kasimir und Karoline" im Residenztheater: Ein hakliges Kreuz und schrilles Kasperltheater

von Gabriella Lorenz am 03.11.2011

Späte Rache an München? 1989 forderte der bayerische Innenminister Tandler die Absetzung von Frank Castorfs Residenztheater-Inszenierung „Miss Sara Sampson“ wegen Obszönität, weil darin ein Schauspieler onanierte. Dass der neue Intendant Martin Kusej den jetzt 60-jährigen, immer noch berufsmäßigen Theaterprovokateur Frank Castorf einlud, „Kasimir und Karoline“ von Ödon von Horváth im Residenztheater zu inszenieren, kann nur heißen, dass Kusej in seinem bisher verhaltenen Start auch ein empörungsträchtiges Färbchen setzen wollte.     » weiterlesen


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