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Interview mit Marius von Mayenburg über Oscar Wildes "Bunbury oder...""Wir wollen das richtige Leben im falschen führen"

von Gabriella Lorenz am 15.12.2013

Es ist schon ein hanebüchener Schmarrn, aus dem Oscar Wilde 1895 seine Salonkomödie „Bunbury oder Von der Notwendigkeit, ernst zu sein“ gestrickt hat. Algernon hat sich den kranken Freund Bunbury erfunden, Jack den leichtlebigen Bruder Ernst. Beide dienen als Vorwand für Fluchten aus dem Alltag. Und die verrückte Volte zum Happy End nimmt das absurde Theater vorweg -  kein Groschenroman würde sich soviel Kolportage trauen. Dem grandiosen Ironiker Oscar Wilde war der aberwitzige Plot nur hochelegantes Vehikel für satirische Kritik an der britischen High-Society.  Marius von Mayenburg, Hausautor, Dramaturg und Regisseur an der Berliner Schaubühne, hat „Bunbury“ fürs Resi neu übersetzt und inszeniert.     » weiterlesen


Das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo" auf TollwoodKapstadt tanzt den Salzburger Schmäh

von Clara Fiedler am 04.12.2013

Das Tollwood-Festival bietet neben allseits begrüßtem kulinarischem Idealismus auch alle halbe Jahre ein sehenswertes Kulturprogramm. Diesen Winter geben sich unter dem Motto "Klassik anders" Künstler die Ehre, die klassische Werke uminterpretieren. Darunter befindet sich auch das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo", einer südafrikanischen Adaption von Mozarts Singspiel "Die Zauberflöte".     » weiterlesen


Jonas Jonassons Roman "Die Analphabetin, die rechnen konnte"Verwicklungen um eine Südafrikanerin mit Atombombe

von Katrin Kaiser am 30.11.2013

Wie macht man als Schriftsteller weiter, wenn gleich der erste Roman ein internationaler Millionenbestseller geworden ist? Wenn das zweite Buch ganz anders als das erste ist, sind diejenigen enttäuscht, die das erste liebten. Schreibt man das zweite nach demselben Muster wie das erste, gilt es schnell als bloßer Abklatsch. Jonas Jonasson, der Autor des schwedischen Erfolgsromans „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, hat sich dennoch dafür entschieden, ein dem Erstling ziemlich ähnliches Buch zu schreiben.     » weiterlesen


Zwischenbilanz zum Theaterfestival SpielartVon Mao bis zum Glücksbedürfnis - auf erstaunlichen Wegen

von Gabriella Lorenz am 27.11.2013

Mit einer afrikanisch-deutschen Tanz-Produktion über die Idee des Panafrikanismus fing das zehnte Spielart-Festival an, dann zeigte das Nature Theater of Oklahoma die Banalitäten der US-Gesellschaft als Marathon-Kunstform aus Gleichmacher-Choreografie und Pop-Oper. Das Living Dance Studio aus Beijing blickte mit seiner Werkschau ins brutale Reich des Mao-Kommunismus, der hierzulande von der 68er-Generation ungeheuer verklärt wurde. Die Choreografin Wen Hui und der Filmemacher Wen Wenguang verschmelzen Doku-Videos mit minimalistischer, meditativer  Tanzperformance, eingehüllt in einen Kokon aus durchsichtigen Vorhängen. Was da nüchtern und unsentimental von alten Menschen erzählt und mit Parteipropaganda konfrontiert wird, zeigt ein Unterdrückungssystem, das West-Sozialisten lange nicht als solches sehen wollten.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zum Tod von Dieter HildebrandtDer ewige Spötter - und wie seine Karriere einst begann

von Karl Stankiewitz am 21.11.2013

Es gab eine Zeit, da durfte man als politischer Korrespondent in München keine Kabarett-Premiere versäumen. Denn plötzlich, einige Jahre nach der Frühblüte der von Erich Kästner inspirierten „Schaubude“ in einem Hinterhof der Reitmorstrasse, waren wieder beste Programme in aller Munde, und zwar weit über die Stadt hinaus. Sogar in Bielefeld wollte ein Friedrich Nowottny, Volontär der Freien Presse (und späterer WDR-Intendant), bei einem meiner Routine-Redaktionsbesuche genauer von mir wissen, was sich denn da in Schwabing neuerdings abspiele. Nach dem Wortlaut des Berichts unseres Autors Karl Stankiewitz vom Juni 1957 spielte sich in etwa Folgendes ab:     » weiterlesen


Sopranistin Felicia Weathers im InterviewWeltstar mit Herz - "Heutzutage gibt es keine Grenzen mehr"

von Clara Fiedler am 15.11.2013

Felicia Weathers feierte Welterfolge, gastierte an allen großen Opernhäusern der Welt, wurde nicht nur für ihre Leistungen als Künstlerin, sondern auch für ihr Engagement in der Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Dabei ist sie menschlich, warmherzig und auf dem Teppich geblieben. Mit dem Kulturvollzug sprach die amerikanische Sopranistin über Familie, Selbstfindung und warum es gut ist, dass Oper immer mehr wie Popmusik wird.     » weiterlesen


William Shaws Krimi "Abbey Road Murder Song"Ganz ohne Lieblings-Beatle

von Katrin Kaiser am 08.11.2013

Der englische Musikjournalist William Shaw zelebriert in seinem Debütroman den Alltag der 1960er Jahre. Der Protagonist in dem Krimi ist ein echter Sympathieträger, der sich zögerlich auf die Aufbruchsstimmung dieser Zeit einlässt.     » weiterlesen


"Die Filmwelten des Alois Brummer" in der Pasinger FabrikNach 45 Jahren wird der Porno-Papst aus Pasing zur Kultfigur

von Karl Stankiewitz am 04.11.2013

1968 war bekanntlich die Revolution ausgebrochen. Auch die „sexuelle Revolution“. Auch und gerade in München. In der noch heimlichen Hauptstadt wurde sie in jenem und im folgenden Jahr begeistert und intensiv erlebt. Zum Beispiel: Im Stadtmuseum erzielte eine Akt-Ausstellung mit kleinem Porno-Kabinett einen Besucherrekord. Im neuen Erotik-Theater spielten Damen mit freiem Oberkörper. Im Musical „Hair“ standen 30 Schauspieler plötzlich nackt auf der Bühne. In der Kunstakademie wurde, wie sich ein Abgeordneter erregte, „das Obszönste“ an die Wände gepinselt.     » weiterlesen


Interview mit Cornelia Froboess zum ihrem 70. Geburtstag"Was will ich sagen mit der Figur? - Das ist das einzige, was zählt"

von Gabriella Lorenz am 28.10.2013

Eigentlich ist es unhöflich, statt Cornelia Froboess nur „die Froboess“ zu sagen. Doch für Schauspieler ist das ein Adelsprädikat: Ihr Name wird Synonym für große Kunst. Die erlebt man, wenn die Froboess auf der Bühne steht. Anfang der 50er Jahre sang die kleine Cornelia als Kinderstar den Nachkriegsdeutschen mit „Pack' die Badehose ein“ Freizeitwonne ins Herz. In den späten 50ern und frühen 60ern rockte sie als Teenie-Schlagerstar Conny mit Peter Kraus die Kinos und Hitparaden. Und begann gleichzeitig mit einem Schauspielstudium ihre dritte, größte Karriere im Theater - weg von Starruhm und Showglamour, hin zur Suche nach wahrhaftem Ausdruck.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz, Münchens dienstältester Journalist und Autor, feiert GeburtstagDer jüngste 85-Jährige der Stadt schreibt und schreibt und schreibt

von Michael Grill am 27.10.2013

Vor fünf Jahren, zu seinem 80. Geburtstag, konnte man sich noch wundern: Er hatte scheinbar tatsächlich mit dem aktuellen Journalismus aufgehört, um fortan "nur noch" Bücher zu schreiben. Inzwischen, zum Beispiel zu seinem 85. Geburtstag an diesem Sonntag (27.10.13), darf man beruhigt sein: Karl Stankiewitz schreibt und schreibt und schreibt weiter, aktuell und engagiert wie eh und je - einzig den Rhythmus hat er verändert.     » weiterlesen


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