Theater
Kultur-Interview mit SPD-OB-Kandidat Dieter Reiter (Folge I)"Irgendwann hat man so oft 'Highway To Hell' gebrüllt, dass man es gar nicht mehr zählen kann"
Er ist Verwaltungs-Fachmann und er ist Fan der großen alten Rockbands der 70er und 80er Jahre. Dieter Reiter führt das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München - und er soll als SPD-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl in einem Jahr Nachfolger von Christian Ude als Oberbürgermeister werden. Der 54 Jahre alte Reiter galt lange als relativ unbekannt, hat aber inzwischen gegenüber seinem Hauptkonkurrenten Josef Schmid von der CSU stark aufgeholt. Im Interview mit dem Kulturvollzug erklärt Reiter, was ein gutes Gitarrensolo ist, warum er erst jetzt an die Umwegrentabilität der Kultur glaubt und wie Theater und Wiesn sich gegenseitig befördern können. » weiterlesen
Simons inszeniert King Lear an den KammerspielenEin König in der Narrenhose
Johan Simons lässt die Sau raus: Sein "King Lear" sucht die Nähe zum Elementaren - notfalls mit dem Mittel des Klimbims. » weiterlesen
"Lachboden" im GOP VarietéArtistik vom Feinsten
Wo gibt's denn heute noch Dachböden voller Geheimnisse? Nur noch in alten Häusern. Und in der neuen Artistik-Show des GOP-Varietés. » weiterlesen
"Anything goes" vom GärtnerplatztheaterDas geht alles, aber es möge niemand an Fred Astaire denken
Benjamin Franklin ist auch dabei. Eigentlich heißt er Chuseok, ist fünf Jahre alt, fünf Kilo schwer und ein Findling aus Südkorea. Seinen Platz hat er üblicherweise in der Handtasche einer Millionärin. Und weil das Stück auf einem Ozeandampfer spielt, wurde ihm ein Matrosenanzug verordnet. Das Casting war rundum erfolgreich: Ein drolligeres Schoßhündchen hat man selten auf einer Bühne gesehen. » weiterlesen
Suse Wächter inszeniert Poe im MarstallErweiterung des Bewusstseins durch Grusel
Der Bühnenraum ähnelt einer Geisterbahn. Die schwarzen Wände sind bemalt mit Fratzen, Knochen liegen herum, eine lebensgroße Puppe kauert auf einem Sarg. In dieser Gruft vollzieht sich "Der Untergang des Hauses Usher" - in 70 Minuten. Die renommierte Puppenspielerin Suse Wächter inszeniert die berühmte Grusel-Erzählung von Edgar Allen Poe aus dem Jahr 1839. Mit den Schauspielern Thomas Gräßle und Friederike Ott als Geschwister Usher und selbstgebauten Figuren. Heute ist Premiere im Marstall. » weiterlesen
Kultur-Interview mit CSU-OB-Kandidat Josef Schmid (Folge II)"Wenn ich an meine Freundschaften mit Künstlern denke - da erkenne ich durchaus Zeichen einer neuen Zeit"
Mit seinem Musikgeschmack sorgte er schon in der ersten Folge unseres Interviews für Aufsehen: Nachdem der CSU-Politiker Josef Schmid bei den Münchner Oberbürgermeister-Wahlen 2008 dem heutigen Amtsinhaber Christian Ude unterlegen war, sieht er nun, wo Ude altersbedingt im Kommunalen nicht mehr antreten darf, seine große Chance. Im Gegensatz zu seinem SPD-Konkurrenten Dieter Reiter ist der 43-Jahre alte Rechtsanwalt Schmid in der Rathauspolitik profiliert, startet aber trotzdem aus der Position des oppositionellen Herausforderers. Im Interview mit dem Kulturvollzug fordert Schmid, dass die Münchner Architektur "nicht immer nur total homogen und langweilig" sein dürfe, er plädiert vorsichtig für einen neuen Konzertsaal in der Stadt, und wirft Amtsinhaber Ude vor, die Kultur des politischen Kräftespiels im Rathaus "verdreht" zu haben. » weiterlesen
Kritik zu "Kabale und Liebe" im ResiDie Selbstzerstörungskraft der absoluten Liebe
Am Anfang erzählt ein leises Textfetzen-Gewirr in Luises Kopf von ihrer Liebe. Am Ende auch. Ist das Ganze ein Albtraum, der Lebensfilm, der in einer Sterbenden abläuft? Die Inszenierung suggeriert das, beglaubigt es aber nicht hinreichend. Doch dazwischen erzählt die Regisseurin Amélie Niermeyer im Residenztheater mit Schillers „Kabale und Liebe“ in knapp zwei Stunden das Scheitern absoluter Ansprüche. » weiterlesen
Kultur-Interview mit CSU-OB-Kandidat Josef Schmid (Folge I)"Überlegen Sie doch mal, wie viel mehr München hätte erreichen können..."
Er will es diesmal unbedingt wissen: Nachdem der CSU-Politiker Josef Schmid bei den Münchner Oberbürgermeister-Wahlen 2008 dem heutigen Amtsinhaber Christian Ude unterlegen war, sieht er nun, wo Ude altersbedingt im Kommunalen nicht mehr antreten darf, seine große Chance. Im Gegensatz zu seinem SPD-Konkurrenten Dieter Reiter ist der 43-Jahre alte Rechtsanwalt Schmid in der Rathauspolitik profiliert, startet aber trotzdem aus der Position des oppositionellen Herausforderers. Im Interview mit dem Kulturvollzug fordert Schmid eine völlige Neudefinition des Verhältnisses von Stadt und Freistaat in der Kultur, gesteht aber auch bislang unbekannte Seiten seines Musikgeschmacks ein und weiß, warum er und Ude in gewisser Hinsicht "arme Würstchen" sind. » weiterlesen
"Kabale und Liebe" im ResidenztheaterEin rasantes Stück - Verrückte, unmögliche Liebe in zwei Stunden
"Drei Mal wollte ich das am Resi schon machen, aber es hat sich einfach nie ergeben“, sagt Amélie Niermeyer. Es ergab sich auch später nirgends. Bis Martin Kusej sie anrief: „So, jetzt machen wir Dein Lieblingsstück.“ Nun inszeniert sie am Residenztheater Schillers „Kabale und Liebe“. Samstag war Premiere. » weiterlesen
"Atlantropa" in der SchauburgEin verhiphopstes Großprojekt ergibt ein Kleinprojekt. Auch Helmut Stange rettet es nicht
Es gibt nur einen Grund, diese Aufführung "Atlantropa" anzuschauen: den wunderbaren Helmut Stange. Der über 80-jährige war im Dorn-Ensemble der größte aller Chargenspieler: Das sind die, die nie Hamlet oder Macbeth spielen, sondern immer die Nebenrollen. Was Stange daraus machte, blieb stets unverwechselbar wie sein liebevoller Diener in "Cymbelin" oder sein treuer Knecht in "Käthchen von Heilbronn". » weiterlesen

