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Theater

Kammerspiele mit Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt"Stilisierte Kapitulation vor der Kleinstadtenge

von Gabriella Lorenz am 12.02.2013

Letztlich ist diese Aufführung ein Fake. Der Ton ist Voll-Playback: Kompliment an den Sounddesigner Richard Janssen. Die Schauspieler, die dazu Sprechen mimen müssen, stehen wie ausgestopfte Zweibein-Tiere starr glotzend herum, dürfen ab und zu Kopf und Hand bewegen sowie gar - Extrem-Action! - einige Schritte gehen oder umfallen. Wenn man das auf Video zeigte, hätten die bedauernswerten Darsteller einen freien Abend, und die Zuschauer dann auch, weil sie schnell flüchten könnten, ohne zu stören. Denn das trauten sich in der Kammerspiele-Premiere „Fegefeuer in Ingolstadt“ nur wenige: Das Münchner Publikum ist erstaunlich geduldig und leidensfähig.     » weiterlesen


Cornelie Müllers "Schwanenflug" im TamSDamen treffen Figurinen - rätselhaft, poetisch und wunderschön

von Gabriella Lorenz am 06.02.2013

Einst lebte ich als Schwan“, erzählt eine Darstellerin. Dieser Schwan endete schwarz verbrannt auf einer Speiseplatte. In ihrem neuen Stück „Schwanenflug“ stellt die Musik-Theater-Frau  Cornelie  Müller (Text und Inszenierung) drei Künstlerinnen auf die Bühne des TamS, die den Schwanenflug wagten und ohne Rücksicht auf Konventionen  lebten und arbeiteten. Wer sie sind, verrät die Aufführung nicht, auch nicht, warum sie so wunderliche Dinge treiben. Doch entstand daraus ein schwebeleichtes, musikalisches Theatergedicht besonderer Art.     » weiterlesen


Teil 3 von "Prinz Eisenherz" in der SchauburgEpisch und poetisch auf Sinnsuche

von Gabriella Lorenz am 31.01.2013

Willkommen in den 1968ern: Da kommt Prinz Eisenherz - jedenfalls mental - an im dritten Teil der Abenteuer-Saga, die Peer Boysen nach der Comic-Serie von Hal Foster in der Schauburg seit zwei Jahren schreibt und inszeniert. Was Eisenherz nun nach Kindheits-Traumata und ersten Liebes-Verletzungen umtreibt, ist „Die Suche nach dem Gral“. Und die meint die Suche nach dem Sinn des Daseins.     » weiterlesen


Homburg ohne TraumWillst du Mensch sein oder Soldat?

von Florian Haamann am 30.01.2013

Erst gewinnt der Prinz für seinen König eine Schlacht, dann verliert er dafür sein Leben. Eine Inszenierung an den Kammerspielen zeigt spielerisch den unlösbaren Konflikt zwischen Gefühl und Gehorsam.     » weiterlesen


"Lola Montez" im CuvilliéstheaterViel Leerlauf und noch mehr Krach

von Gabriella Lorenz am 30.01.2013

Das wahre Leben der falschen Lola Montez war zweifellos aufregender als diese Aufführung im Cuvilliéstheater. Nicht mal die Pikanterie, dass die selbsternannte Anadalisierin aus Irland in der Audienz vor  Ludwig I. den Busen entblößte, um tänzerische (!) Qualität zu beweisen, gönnen Jürgen Kuttner und Tom Kühnel in ihrer "Lola Montez"-Inszenierung dem Publikum.     » weiterlesen


Gehlers "Werther" am VolkstheaterMechanik, sonst nichts mehr

von Michael Weiser am 30.01.2013

Witzig, flott - und erstaunlich steril: In seinem "Werther" am Volkstheater versagt sich Jan Gehlen jede Romantik. Und stellt uns  damit vor die Frage, was uns die Geschichte des jugendlichen Stürmers und Drängers heute überhaupt noch sagen soll.     » weiterlesen


Dürrenmatt bei Heppel & EttlichGemeines Schachern im Singspiel

von Gabriella Lorenz am 24.01.2013

Frank Dürrenmatts schwarze Kabarett-Komödie „Frank V.“ passt wie die Faust aufs Auge zur Bankenkrise: Gemeiner als in dieser „Oper einer Privatbank“ (so der Untertitel) mit Musik von Paul Burkhard kann man Geldgier, Betrug und mörderische Schacherei nicht darstellen.     » weiterlesen


Stück von Nis-Momme Stockmann in der Halle 7Und jenseits der Schnellstraße keine Zukunft

von Michael Weiser am 23.01.2013

Abgesang auf eine Utopie in der Halle 7: Mit Nis-Momme Stockmanns "Der Freund krank" mutet Alex Novak dem Publikum einen düsteren Monolog auf den Abstieg einer Stadt und das Ende unserer Träume zu.     » weiterlesen


"Das Gras ist grüner" im Bayerischen HofWenn die Kuckucksuhr nach Anja Kruse ruft

von Gabriella Lorenz am 22.01.2013

Wer in den besten Jahren ist, hat die guten schon hinter sich. Wie das verarmte Grafenpaar, das seinen Adelssitz für Touristen öffnen muss. Dabei dringt ein reicher Ami neugierig in die Privatgemächer ein und stört die eheliche Ruhe. Denn die Dame des Hauses findet plötzlich: „Das Gras ist grüner“ auf der anderen Seite des Zaunes.     » weiterlesen


Holger Dreissigs "Zeitmaschine"Utopien der Titanic

von Gabriella Lorenz am 19.01.2013

„Zeitreisen ist gefährlich“, weiß Holger Dreissig. Warum, erfährt man in seinem neuen Theaterstück „Zeitmaschine“ im i-camp.     » weiterlesen


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