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Theater

Antonia Brix inszeniert in der SchauburgDa wird doch der Hund in der Penne verrückt

von Gabriella Lorenz am 07.06.2013

Das Kind fragt: „Können Hunde weinen?“ Das bringt die Erwachsenen zum Nachdenken über ihren unglücklichen Hund Anton, und der findet so endlich seinen eigenen, anerkannten Platz in der Familie. Sich selbst akzeptieren ohne Lebenslügen  und versuchen, die anderen zu verstehen: Das ist die Botschaft von Jutta Richters Stück „Ich bin hier bloß der Hund“. In der Schauburg  inszenierte Antonia Brix das für Kinder ab 9 (die verstehen das sicher auch ab 6) artifiziell und wenig spannend.     » weiterlesen


"Verkommenes Ufer..." und mehr Heiner Müller im ResidenztheaterSchließlich triumphiert die Kraft des Wortes

von Gabriella Lorenz am 29.05.2013

Seit 30 Jahren bringt Dimiter Gotscheff unermüdlich Heiner Müller auf die Bühne, dessen wortmächtige Stücke nach seinem Tod 1995 allmählich aus den Spielplänen verschwanden. Am Resi inszenierte der 70-jährige Bulgare vor drei Wochen Heiner Müllers „Zement“ - es war Gotscheffs erste Regie in München. Zusätzlich holte das Resi zwei Gotscheff-Gastspiele:  Handkes „Immer noch Sturm“ war in der Uraufführung von 2011 zu sehen, jetzt gastierte im Rahmen eines dreitägigen Heiner-Müller-Festivals das Deutsche Theater Berlin mit „Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten / Mommsens Block“, auch 2011 inszeniert.     » weiterlesen


Zur Premiere von O'Neills "Seltsames Intermezzo" an den KammerspielenEin existenzielles Drama

von Gabriella Lorenz am 25.05.2013

Vier Männer prägen das Leben von Nina: Ihr gefallener Verlobter Gordon, den sie verklärt, ihr Ehemann Sam, ein pragmatischer Aufsteiger, der mutterfixierte Schriftsteller Charles, der sie anbetet und der Arzt Ned, den sie zum Vater ihres Sohnes und langjährigen Geliebten macht. Über 25 Jahre spannt sich Eugene O'Neills selten gespieltes Stück "Seltsames Intermezzo", das Ivo van Hove an den Kammerspielen inszeniert, mit Sandra Hüller als Nina. Zur heutigen Premiere hat der Kulturvollzug mit dem Regisseur gesprochen.     » weiterlesen


Dimiter Gotscheff inszeniert in MünchenVor dem kleinen Heiner-Müller-Festival im Residenztheater

von Gabriella Lorenz am 23.05.2013

Es war eine kleine Sensation, dass Resi-Intendant Martin Kusej die Regielegende Dimiter Gotscheff zu einer ersten Inszenierung in München überreden konnte. Der Preis war die Aufführung von Heiner Müllers Frühwerk „Zement“.  Gotscheff, seit Jahrzehnten Müllers Regie-Sachwalter, hatte das Stück vergeblich anderen Theatern angeboten, kurz nach seinem 70. Geburtstag hatte es hier am 5. Mai 2013 Premiere. Gotscheffs Dichter-Engagement zu Ehren veranstaltet das Resi vom 24. bis 26. Mai 2013 im Marstall ein Heiner-Müller-Festival - eröffnet von  Gotscheffs Berliner  Inszenierung „Verkommenes Ufer....“.     » weiterlesen


Jan Decorte mit "O Death" in der SpielhalleStimm-Partitur in der Sprache eines naiven, schwarzen Märchens

von Gabriella Lorenz am 22.05.2013

Einen „genialen Narren“ nannte ihn die Presse schon Ende 80er Jahre, lange bevor der flämische Autor und Avantgarde-Regisseur wegen eines psychischen Zusammenbruchs   2004 die Premiere seiner „Orestie“-Nachdichtung in Antwerpen absagen musste. Mit Hilfe seiner Frau und Muse Sigrid Vinks hat sich der depressive Jan Decorte wieder stabilisiert, und Johan Simons ermöglichte ihm nun die späte Uraufführung von „O Death“ an den Münchner Kammerspielen.     » weiterlesen


"räuber.schuldengenital" im MarstallWas habt ihr uns gelassen, um anders zu leben?

von Gabriella Lorenz am 21.05.2013

Die Alten werden immer älter und die Jungen haben immer weniger Zukunftsperspektiven. „Die Jungen wollen jetzt schon erben, und weil die Alten noch nicht tot sind, müssen sie eben nachhelfen“, sagt Alexander Riemenschneider über das Stück „räuber.schuldengenital“ von Ewald Palmetshofer, das er im Marstall inszeniert.     » weiterlesen


"Fast ein bisschen Frühling" im Schwere ReiterMit dem Finger zu nervös am Abzug

von Gabriella Lorenz am 19.05.2013

Der böse Wolf verliebt sich ins weintrinkende Rotkäppchen: Da flimmern im Video von Malte Kreutzfeldt  über dem Scherenschnitt-Wolf Herzchen. Die flimmern unsichtbar auch über zwei deutschen Bankräubern, die 1933 auf der  Flucht nach Indien in Basel hängen bleiben - wegen der  Schallplattenverkäuferin Dorly Schupp. Diesen authentischen Fall hat der Schweizer Alex Capus 2002 in dem Roman „Fast ein bisschen Frühling“ dokumentiert. Die freie Gruppe Fräulein Freundlich mit Regisseur Jörg Witte und der Schauspielerin Tanya Häringer machte daraus eine Media-Performance, die gerade beim Figurentheater Erlangen Premiere hatte und jetzt im Schwere Reiter gastiert.     » weiterlesen


"Bitte zurückbleiben!" im Theater...und so fortTragikomisch und absurd

von Olga Levina am 17.05.2013

"Bitte zurückbleiben" ist das mittlerweile achte Stück, das der Regisseur Heiko Dietz geschrieben und inszeniert hat. Die Rahmenhandlung ist einfach: Verschiedene Menschen warten auf den Zug und unterhalten sich währenddessen. Das Besondere sind die absurden Gespräche, die sich um einen tragischen Vorfall drehen.     » weiterlesen


"Take 5" mit Gauthier Dance in der SchauburgFetzig, rasant und mit viel Komik - Wenn Tanzen Spass macht

von Gabriella Lorenz am 15.05.2013

Wenn Tanztheater so sinnlich und mitreißend ist wie bei Gauthier Dance, findet das als spröd verrufene Genre von selbst sein Publikum. 2007 gründete Eric Gauthier, langjähriger Solist am Stuttgarter Ballett, seine freie Truppe, seit 2008 gastiert die inzwischen international renommierte Company regelmäßig in der Schauburg. Deren Chef George Podt will Jugendlichen die Berührungsangst vor Modern Dance nehmen, und niemand kann das besser als Gauthier Dance: fetzige Musik, rasante Bewegung, viel Komödiantik, und alles hochprofessionell. Tanz soll Spaß machen - und das macht auch „Take 5“. Die Zuschauer aller Altersstufen tobten begeistert.     » weiterlesen


Vor der Premiere von "Roberto Zucco" im VolkstheaterGroße Geschichte mit dichterischer Poesie

von Gabriella Lorenz am 14.05.2013

Er kann es noch nicht ganz fassen, dass er als Shootingstar im deutschsprachigen Theater gehandelt wird. Aber es kann kein Zufall sein, dass Milos Lolic für seine drei ersten Inszenierungen außerhalb Serbiens jeweils preisgekrönt wurde. Am Münchner Volkstheater inszenierte er Lorcas "Bluthochzeit" und wurde dafür bei den Bayerischen Theatertagen 2012 ausgezeichnet. Am Wiener Volkstheater setzte er Wolfgang Bauers "Magic Afternoon" in Szene und bekam den renommierten, aber leider undotierten Nestroy-Preis. Der öffnet jedoch Türen, und so wird man gewiss von dem jungen serbischen Regisseur - in sechs Tagen wird er 34 - demnächst einiges sehen und hören. In München hat heute seine zweite Volkstheater-Inszenierung "Roberto Zucco" Premiere.     » weiterlesen


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