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Theater

Die Sehnsucht nach einem leichteren Leben

von Gabriella Lorenz am 03.03.2011

Er trägt die Sonne nicht nur im Herzen, sondern auch als sonnenblumengelben Pullover am Leib. Aber sein sonnig-wohlgesinntes Herz trägt er nicht auf der Zunge, und deshalb nimmt „Das Missverständnis“ zwischen dem Heimkehrer Jan und seiner Mutter und Schwester einen mörderischen Verlauf. Albert Camus wollte damit 1943 eine Tragödie nach antikem Vorbild zeitgenössisch erzählen - herausgekommen ist ein kopflastiger Diskurs über Heimat, Fremdheit und und Familie. Regisseur Jan Philipp Gloger inszenierte im Cuvilliés Theater ein brav herunterbuchstabiertes existenzialistisches Thesen-Drama.     » weiterlesen


"Bei uns tritt niemand mit Hakenkreuzbinde auf"

von Gabriella Lorenz am 03.03.2011

Eine Zeitungsmeldung über einen wahren Fall in Tschechien liest der Protagonist in Albert Camus' Roman „Der Fremde“ immer wieder. Ein Jahr später, 1943, verarbeitete der existenzialistische Schriftsteller diese Meldung zu seinem Stück „Das Missverständnis“. Die grausame Geschichte vom Mord zweier Pensionswirtinnen am eigenen Sohn und Bruder inszeniert Jan Philipp Gloger im Cuvilliés Theater. Wir haben ihn im Interview.     » weiterlesen


Elend im lila Disco-Ballroom

von Gabriella Lorenz am 02.03.2011

Das Ende der "Roaring Twenties" in den Kammerspielen: Eigentlich handelt Horace McCoys Novelle "They Shoot Horses, Don't They?" von den Missständen in der Bevölkerung zu Zeiten der Weltwirtschaftkrise. Regisseurin Susanne Kennedy reduziert die Handlung in ihrer Bühnenadaption auf drei Figurenpaare und stellt diese in den Mittelpunkt. Eine Geschichte entwickelt sich daraus leider nicht.     » weiterlesen


Susanne Kennedy: Ein Regie-Re-Import aus Amsterdam

von Gabriella Lorenz am 02.03.2011

Bühnenfassungen von Horace McCoys "They Shoot Horses, Don't They?" gibt es einige. Regisseurin Susanne Kennedy hat sich trotzdem dazu entschlossen, eine eigene Version zu erarbeiten. Wir stellen die Regisseurin und ihre Adaption des Klassikers vor.     » weiterlesen


Der Gestank toter Träume

von kulturvollzug am 01.03.2011

Wer bin ich, und wenn ja, wo? Frank Campoi lässt in seinem Stück "Die letzte Runde" die Akteure zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Fremde und Heimat umherirren. Eine Uraufführung in der Halle 7 .     » weiterlesen


Radikal international - Zum Programm des „Radikal jung“ Festivals 2011

von kulturvollzug am 21.02.2011

War da was von verflixtem siebten Jahr? In der siebten Auflage seines Festivals „Radikal jung“ startet das Münchner Volkstheater zu neuen Ufern – mit einem Programm, das richtig Appetit macht auf den Theaterfrühling. Mit zwei spannenden alten Bekannten und ausländischen Produktionen, unter anderem aus London.     » weiterlesen


Zu welchem Wolf mutieren wir, im fahlen Schein des Vollmonds?

von kulturvollzug am 21.02.2011

So ein Horror: In der Performance „Wer ist dein Wolf?“ machen sich „Hunger & Seide“ im Schwere Reiter auf die Suche nach dem Tier in uns.     » weiterlesen


Von menschlichen Spielsteinen und gierigen Rackern - "Winopoly" im I-Camp

von kulturvollzug am 17.02.2011

Grau ist alle Theorie: In ihrem 24-Stunden-Theaterprojekt „Winopoly“ machen Mizzi Schnyder und Robert Hofmann ihre Besucher im I-Camp zu lebendigen Spielsteinen. Alle dürfen würfeln, kaufen, verkaufen, betrügen, korrumpieren, wie es ihnen gerade einfällt. Wir haben uns mutig auf's Feld gestellt und herausgefunden, wie der Kulturvollzug ins Spiel passt – ein selbstbefremdeter Erfahrungsbericht von Jan Stöpel.     » weiterlesen


Würdiges Ende einer großen Ära: Dieter Dorn triumphiert mit Kleists "Käthchen von Heilbronn", seiner letzten Inszenierung am Bayerischen Staatsschauspiel

von kulturvollzug am 15.02.2011

Wohl zum ersten Mal in seinem Leben hat niemand auf seine Regie-Anweisung gehört. Nach zehn Minuten Applaus rief Dieter Dorn befehlend „Out!“ ins Publikum. Doch das feierte ihn und sein Ensemble unbeirrt weiter mit Jubelstürmen und Standing Ovations für sein „Käthchen von Heilbronn“. Mit dieser gewaltigen Kleist-Aufführung beendet Dorn seine zehnjährige Intendanz am Bayerischen Staatsschauspiel sowie ein großes Kapitel der Münchner Theatergeschichte, an dem er davor schon 25 Jahre an den Kammerspielen geschrieben hatte. Mit Dieter Dorn geht eine Ära zu Ende. Im Sommer 2011 gibt er die Intendanz ab an Martin Kusej. Mit dem „Käthchen“ hat Dorn noch einmal seinen Theaterkanon und sein Credo inszeniert.     » weiterlesen


Identitätensuche im Guckkasten

von kulturvollzug am 14.02.2011

Kontrastprogramm in der Halle 7: In zwei sehr unterschiedlichen Stücken - „Aufzeichnungen aus einer Doppelhaushälfte“ von Anna Behringer und „Die Geschichte von St. Magda“ von Johanna Kaptein – gehen die Regisseure Torsten Bischof und Dieter Nelle am Rande der Kultfabrik den Problemen der Integration nach. Angeblich.     » weiterlesen


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