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Musik

Kultur-Interview mit SPD-OB-Kandidat Dieter Reiter (Folge I)"Irgendwann hat man so oft 'Highway To Hell' gebrüllt, dass man es gar nicht mehr zählen kann"

von Michael Grill am 15.03.2013

Er ist Verwaltungs-Fachmann und er ist Fan der großen alten Rockbands der 70er und 80er Jahre. Dieter Reiter führt das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München - und er soll als SPD-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl in einem Jahr Nachfolger von Christian Ude als Oberbürgermeister werden. Der 54 Jahre alte Reiter galt lange als relativ unbekannt, hat aber inzwischen gegenüber seinem Hauptkonkurrenten Josef Schmid von der CSU stark aufgeholt. Im Interview mit dem Kulturvollzug erklärt Reiter, was ein gutes Gitarrensolo ist, warum er erst jetzt an die Umwegrentabilität der Kultur glaubt und wie Theater und Wiesn sich gegenseitig befördern können.     » weiterlesen


Interview mit Chad Urmston von State Radio„Das was dich bedrückt einfach wegspringen“

von kulturvollzug am 12.03.2013

Chad Urmston, der Frontmann von State Radio erkennt uns sofort und spricht uns, ohne groß zu überlegen, mit Vornamen an. Noch im Januar hat er mit seiner Band Dispatch in München gespielt und uns ein Interview gegeben. Heute, keine zwei Monate später, tritt er auch mit seinem Nebenprojekt State Radio im Backstage auf. Selten trifft man so unprätentiöse, geerdete Künstler. Chad entschuldigt seine Bandmitglieder: Bassist Chuck Fay muss sich anziehen und zum Soundcheck; Schlagzeuger Mike Najarian schläft schon den ganzen Tag, keine Ahnung ob der noch auftaucht. Ein Interview, ein bisschen wie in einer Studenten-WG - nur spannender.     » weiterlesen


"Anything goes" vom GärtnerplatztheaterDas geht alles, aber es möge niemand an Fred Astaire denken

von Volker Boser am 04.03.2013

 Benjamin Franklin ist auch dabei. Eigentlich heißt er Chuseok, ist fünf Jahre alt, fünf Kilo schwer und ein Findling aus Südkorea. Seinen Platz hat er üblicherweise in der Handtasche einer Millionärin. Und weil das Stück auf einem Ozeandampfer spielt, wurde ihm ein Matrosenanzug verordnet. Das Casting war rundum erfolgreich: Ein drolligeres Schoßhündchen hat man selten auf einer Bühne gesehen.     » weiterlesen


Kultur-Interview mit CSU-OB-Kandidat Josef Schmid (Folge II)"Wenn ich an meine Freundschaften mit Künstlern denke - da erkenne ich durchaus Zeichen einer neuen Zeit"

von Michael Grill am 28.02.2013

Mit seinem Musikgeschmack sorgte er schon in der ersten Folge unseres Interviews für Aufsehen: Nachdem der CSU-Politiker Josef Schmid bei den Münchner Oberbürgermeister-Wahlen 2008 dem heutigen Amtsinhaber Christian Ude unterlegen war, sieht er nun, wo Ude altersbedingt im Kommunalen nicht mehr antreten darf, seine große Chance. Im Gegensatz zu seinem SPD-Konkurrenten Dieter Reiter ist der 43-Jahre alte Rechtsanwalt Schmid in der Rathauspolitik profiliert, startet aber trotzdem aus der Position des oppositionellen Herausforderers. Im Interview mit dem Kulturvollzug fordert Schmid, dass die Münchner Architektur "nicht immer nur total homogen und langweilig" sein dürfe, er plädiert vorsichtig für einen neuen Konzertsaal in der Stadt, und wirft Amtsinhaber Ude vor, die Kultur des politischen Kräftespiels im Rathaus "verdreht" zu haben.     » weiterlesen


Zum Tod von Wolfgang SawallischEin Ausnahmemusiker - Unbeirrt im Gespür für die Erfordernisse der Musik

von Volker Boser am 26.02.2013

Am Freitag vergangener Woche ist der ehemalige Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper Wolfgang Sawallisch in seiner Wahlheimat Grassau am Chiemsee gestorben. Er wurde 89 Jahre alt. Die Nachricht kam nicht unerwartet. Seit einigen Jahren war es still um ihn geworden. Er hatte abgeschlossen mit dem Musikbetrieb, den er nicht mehr verstehen konnte und wollte. Schon früher, als er die Geschicke der Bayerischen Staatsoper leitete, machte er keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber den geschmäcklerischen Eitelkeiten eines Regietheaters, dem die optisch-szenischen Pointen wichtiger zu sein schienen als das Gespür für die Erfordernisse der Musik.     » weiterlesen


Kultur-Interview mit CSU-OB-Kandidat Josef Schmid (Folge I)"Überlegen Sie doch mal, wie viel mehr München hätte erreichen können..."

von Michael Grill am 25.02.2013

Er will es diesmal unbedingt wissen: Nachdem der CSU-Politiker Josef Schmid bei den Münchner Oberbürgermeister-Wahlen 2008 dem heutigen Amtsinhaber Christian Ude unterlegen war, sieht er nun, wo Ude altersbedingt im Kommunalen nicht mehr antreten darf, seine große Chance. Im Gegensatz zu seinem SPD-Konkurrenten Dieter Reiter ist der 43-Jahre alte Rechtsanwalt Schmid in der Rathauspolitik profiliert, startet aber trotzdem aus der Position des oppositionellen Herausforderers. Im Interview mit dem Kulturvollzug fordert Schmid eine völlige Neudefinition des Verhältnisses von Stadt und Freistaat in der Kultur, gesteht aber auch bislang unbekannte Seiten seines Musikgeschmacks ein und weiß, warum er und Ude in gewisser Hinsicht "arme Würstchen" sind.     » weiterlesen


"Lola Montez" im CuvilliéstheaterViel Leerlauf und noch mehr Krach

von Gabriella Lorenz am 30.01.2013

Das wahre Leben der falschen Lola Montez war zweifellos aufregender als diese Aufführung im Cuvilliéstheater. Nicht mal die Pikanterie, dass die selbsternannte Anadalisierin aus Irland in der Audienz vor  Ludwig I. den Busen entblößte, um tänzerische (!) Qualität zu beweisen, gönnen Jürgen Kuttner und Tom Kühnel in ihrer "Lola Montez"-Inszenierung dem Publikum.     » weiterlesen


Interview mit "Dispatch" aus Boston„Die größte Band, von der noch nie jemand etwas gehört hat“

von kulturvollzug am 29.01.2013

Jahrelang verweigern sie sich allen Plattenlabeln und werden trotzdem, oder gerade deshalb zum Indie-Phänomen: Dispatch - das sind Chad Urmston, Brad Corrigan und Pete Francis aus Boston. Kennengelernt am College, machen die begnadeten Musiker eine einzigartige Mischung aus Rock, Funk, Folk und Reggae. An den etablierten Fernseh- und Radiosendern vorbei, wird Dispatch - auch dank der damals boomenden Filesharing-Plattform Napster - zum Geheimtipp und kann so in den ersten Jahren eine gewaltige Fangemeinde entwickeln. Noch heute sprechen sie von sich als „Die größte Band, von der noch nie jemand etwas gehört hat“: Zu ihrem (vorläufigen) Abschiedskonzert 2004 kommen mehr als 110.000 Fans und legen die Bostoner Infrastruktur lahm. Ihr Benefiz-Konzert für Zimbabwe 2007 im Madison Square Garden ist drei Abende in Folge ausverkauft.     » weiterlesen


Joseph Calleja in der PhilharmonieBraves Gedenken an die Sternschnuppe Mario Lanza

von Volker Boser am 28.01.2013

Eine Mogelpackung?  Bis zur Pause hatte Joseph Calleja, bekennender Mario-Lanza-Fan aus Malta, in der Münchner Philharmonie gerade einmal zwei Lieder aus seiner neuesten CD zum Besten gegeben. Sie hat den Titel „Be My Love“ und ist dem legendären US-Tenor gewidmet.     » weiterlesen


Zum Tod der Kritikerin Sigrid HardtAls die Sterne noch leuchteten

von Michael Grill am 17.01.2013

Diese Stadt München ist voller alter Geschichten, in denen eine Zeitung eine Rolle spielt, die alle mochten: Die schnell war und seriös, unterhaltsam und charmant, ernsthaft und engagiert. Die Reporter, Redakteure und Kritiker hatte, die mal besser und mal schlechter schrieben, aber für die die Suche nach Wahrheit nichts Lächerliches, sondern etwas Erstrebenswertes war und die Kulturjournalismus als Obsession betrieben und das auch durften. Eine Redaktion voller Sterne, die stolz war auf ihre Schreiber und Querköpfe, und die nicht als Contentmaschine von willfähigen Chefs und Eignern bis zur Stromlinienförmigkeit heruntersaniert worden war. In einer solchen Zeitung arbeitete Sigrid "Sigi" Hardt.     » weiterlesen


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